Mo. Nov 11th, 2019

Ein Monster in Paris

oder ein unerwartet tolles Trickfilmerlebnis

Manchmal überrollt mich echt der Zufall. Ich bin ja nicht mehr oft in einer Videothek, denn Filme zurückbringen ist nicht wirklich meine Stärke. Meistens gammeln die Scheiben ewig unter der Beifahrersitz bis mich der Strahl der Erinnerung trifft und ick mit gesenkten Haupt und voller Brieftasche die DVD zurückbringe. Dann heißt es Zähne zusammenbeissen und die geforderte Summe mit tränendem Auge aus der Hosentasche kramen. Meistens hätte ich für das Geld die DVD gleich kaufen können. Nun denn.. trotzdem und trotz Apple TV überkommt es mich manchmal. Denn Tonabrisse, schlechte Qualität und langsames Streaming machen die neuen Medien nicht gerade zu einem tollen Filmerlebnis.

http://www.youtube.com/watch?v=UqKl33MtfBw

Der Film “Ein Monster in Paris” fiel uns zufällig in die Hände. Nichtsahnend wurde er ausgeborgt, denn wer mich kennt, kennt auch meine Leidenschaft zu Trickfilmen. Nachdem der Film die ersten 10 Minuten etwas zäh wirkte kam die große Wende schon nach der ersten Viertel Stunde. Vanessa Paradis spricht und singt im Original die Songs die Paris einmal mehr in ein zauberhaftes Licht tauchen. Es geht um Liebe, um Randgruppen, um Monster und um Gesang. Natürlich ist es ein Trickfilm aber ich glaube spätestens nach dem ersten Duett vergisst man das ein bisschen und läßt sich hinreissen von einer zauberhaften Story. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, nur soviel, auch die kleinsten, schrägsten und furchterregensten haben irgendwann ihren großen Auftritt… und treffen Menschen die an sie glauben. Ein Monster in Paris – ein grandioses Meisterwerk mit mindestens einem Ohrwurm… und im übrigen um einiges besser als Disneys neues Meisterwerk Merida !!