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Romy Haag startet die Love Revolution

oder ein bunter Abend in den juten alten Wühlmäusen

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Wenn man im juten alten West-Berlin ins Kabarett Theater will, kommt man an den Wühlmäusen von Dieter Hallervorden nicht vorbei. Klar, das sich Romy Haag gerne auf dieser Berliner Bühne tummelt – schließlich ist sie ein Kind der ehemals geteilten Stadt und hat ihr Herz an diese Metropole verschenkt. Trotz vieler Tourneen rund um den Globus ist sie immer wieder zurückgekommen und wenn man Menschen gehobeneren Alters fragt, kennt jeder das legendäre Chez Romy. Dort ging man hin wenn man als echter Berliner Besuch erwartete und den „Wessis“ das verrückte bunte Berlin präsentieren wollte, bestätigte mir gestern einmal mehr die Besitzerin, des ebenfalls schon 20 Jahre existierenden Sashiko Sushi am Savignyplatz. Das es uns danach auch noch zufällig in den kleinen Club Zufall verschlug, der ebenfalls schon eine 28jährige Geschichte vorzeigen kann ist und wo man genau die gleiche Definition von Romy serviert bekam war kein Zufall :). Doch zurück zu Romys Liebesrevolution in den Wühlmäusen.

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Romy Haags Fanbase ist unglaublich bunt gemischt – jede Altersklasse und Menschen jeder Coleur halten zu ihr und geniessen die wenigen Auftritte, die sie mit ihrer einzigartigen Stimme noch in Berlin und Deutschland zelebriert. Mit dem Konzert Love Revolution konnte sie das Theater wieder gut füllen und nach einem fulminanten leicht spacigem Instrumental Opening schwebte sie mit kleinen Schritten auf die Bühne. Ihr Gewand erinnerte mich anfangs an den Stoffmarkt Welt der Stoffe in der Osloer Strasse, der auch immer eine unglaubliche Vielfalt bereithält und ich nie weiß wo ich zuerst hinschauen soll. Doch je länger ich das „Lumpendesign“ wahrnahm, desto interessanter fand ich es… Vor allem passten diese Farben unglaublich gut zu Romys berühmter Haarfarbe. Im Gesamtbild war es dann wieder ein Look würde Guido wahrscheinlich sagen. Ich freute mich auf die neuen Songs, muß aber gestehen das mich die Klassiker dann letztendlich mehr berührt haben. Mit ihrer Interpretation des Eurythmics Songs „here comes the rain again“ zauberte mir die Diva dann endlich ein breites Grinsen auf die geschminkten Bäckchen. Ich liebe es wenn Romy Stücke covert… denn es werden immer neue Lieder und doch kennt man den Text 🙂 ..

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Nach der Pause gab es dann einen breiten Mix aus Melancholie und Rock… und das in einem Gewand, das an einen Phönix erinnerte oder an Elizabeth Taylor in Kleopatra. Auch hier muss ich sagen das dieses Outfit unglaublich gut mit ihrer leuchtenden Haarpracht harmonierte. Da hat aber der Stylist ein Näschen für Colormatching 🙂 … wunderbar! Natürlich gab es „Die blaue Gitarre“, „Amsterdam“ und „Helden“ am Schluß und natürlich plauderte Romy wieder ein wenig über das Leben, die Liebe und den halben Rest – wenn auch diesmal etwas zurückhaltender und weniger ausladend. Zu erwähnen sei noch, das Denis Fischer (nein, ich schreibe jetzt nicht dahinter, der Bruder von Tim Fischer ;)) … mit 3 Liedern seinen Beitrag zum Konzert lieferte, obwohl ich seine Interpretation von meinem absoluten Lieblingssong „Play with Fire“ nicht soooo umwerfend fand… allerdings war es dennoch nett, diesen mal wieder zu hören, schließlich hab ich mich dazu schon auf der Bühne verrenkt ;). Wer Romy Haag mit dem Programm noch einmal sehen möchte hat die Chance im Oktober in Stuttgart oder im November again in den Wühlmäusen. Alle Termine findet ihr HIER

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