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Lecker bekocht vom Sternekoch Tim Raue in der ehemaligen Kochstrasse

oder ganz großes kulinarisches Theater unweit des ehemaligen Checkpoint Charly

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Es ist nicht immer einfach Berlinerin zu sein. Denn diese Stadt ist dauernd in Bewegung, da kann es schonmal sein, das selbst die Navigationsgeräte streiken. Die Rudi-Dutschke Straße, die zu meiner Kindheit simpel Kochstraße hieß, hatte leider noch nicht jedes Gerät wirklich auf dem Schirm und dennoch hat mich die Vorfreude auf ein besonders kulinarisches Ereignis auf den richtigen Pfad geführt – naja… vielleicht kam mir doch meine Berliner Wurzel zugute ;-). Das Tim Raue Restaurant wurde mir irgendwann mal an Herz gelegt als ich meinen Erfahrungsbericht über das UMA im Hotel Adlon veröffentlichte (wer so alles meinen Blog liest.. TOLL), während meine werte Begleitung am gestrigen Abend den Küchenexentriker schonmal im Zusammenhang mit der nicht unbekannten Restaurantkette Nobu verband… insofern war es eine Frage der Zeit in dem äußerst schickem Restaurant in Kreuzberg aufzuschlagen.

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Schon die telefonsiche Reservierung des Tisches war völlig ungezwungen und sehr angenehm, was eher ungewöhnlich ist, für die Preisklasse in dem sich das Restaurant bewegt und das muß ich nämlich vorwegschicken bei dieser Empfehlung… ein Essen im Restaurant von Tim Raue ist keine Schnäppchenveranstaltung – aber das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen und jeder sollte selber entscheiden ob er sein Geld in sich selbst oder einen dussligen Fernseher investiert ;-). Das ist auch der einzige Wehmutstropfen den man im Feinschmecker Restaurant mit japanischem, chinesischem, thailändischem …. ach sagen wir einfach asiatischen Inspiration zu sich nehmen muß, der Rest ist einfach mal ein Erlebnis – sowohl geschmacklich als auch menschlich muß ich dem Restaurant mal volle 10 Punkte mit Krone geben – soviel jibbet im Promidinner oder? Ach nee das war ja „Let’s Dance“.. egal. Die Bedienung kann sich optimal auf den Gast einstellen, mit Witz und Charme.. und vor allem mit schlagfertigen Antworten balancierten Sie die vielen Tellerchen, Schüsseln und Gläser durch den recht gut gefüllten Laden.

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O gott.. das war sooooooo genial… !!

Was die Damen und Herren da servierten verschlug einem fast immer den Atem, nicht weil der Mund so voll war und die Portion so riesig (Gott sei Dank) sondern weil jeder der servierten 9 Gänge… oder waren es zehn?? ich habs vergessen… einfach sensationell auf der Zunge explodierte. Der Erfinder der Geschmacksnerven bekam an dem Abend wieder drei Stoßgebete von mir – aber damit ditt nicht so auffällt hab ich das in den wunder-wunder-wunderschönen Waschräumen erledigt, die im übrigen unmittelbar an einer schnuckligen Bar im Untergeschoß grenzen, wo man sich auch eine Vielzahl an verschiedenen Sake-Spezialitäten genehmigen kann. Kampai!

Das gewählte Sommer-Menü beinhaltete eine auf den Punkt zubereitete Garnele, butterweichen Hamachi in Dashibrühe, ein Täubchen aus Sichuan und vieles mehr. Jedes Kunstwerk verzauberte aufs neue und machte gleichzeitig neugierig auf das kommende. Um den Magen zu verschließen kam etwas das ich nicht näher beschreiben kann… außer das es natürlich Hüftgold verursacht… aber ich muß sagen wenn all mein Hüftgold aus dieser Substanz besteht dann hat das Wörtchen GOLD endlich eine Berechtigung. Das war ja mal lecker…. Mein Fazit zu Tim Raues Restaurant: Schon immer hab ich einen Laden gesucht den man wirklich zu besonderen Gelegenheiten besuchen kann – denn dort zu essen ist definitiv was besonderes. Wenn man sein hart erarbeitetes Geld lieber in sich selbst investiert statt in Kosumgüter die man dauerhaft eh zurücklassen wird, dann gibt es kaum einen besseren Ort als in der Rudi-Dutschke-Straße 26… allerdings kann ich mich an den Straßennamen nicht wirklich gewöhnen.

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