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Gastbeitrag: Hairspray – Please don’t stop the beat

oder eine Empfehlung direkt von der Quelle

Hairspray.. ein Musical dessen Film Grundlage meiner Jugend war… *lol* und doch war ich bisher noch nicht da. Eingeladen zur Pre-Preview war es mir die Reise allerdings nicht Wert. Ob ich es bereut habe… na sagen wir mal so.. wenn mich jemand zur Premiere einlädt freut es mich besonders darüber zu berichten denn irgendwie sollte zumindest eine Premiere für meine Arbeite drin sein… diesmal allerdings war es den Veranstaltern „nur“ eine Pre-Preview wert… Schade. Aber Dank einer tollen Review von Toni aus Köln dürft ihr nun doch dran teilhaben…. solch Engagement ist mir immer wieder eine Freude.

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Betonfrisuren und der Sound der 60’s

Dies alles verspricht Hairspray nicht nur, sondern hält es auch. Vor wenigen Tagen kam ich in den Genuss, Kölns neues Musical live zu erleben und ich kann sagen: Es lohnt sich! Die Story dreht sich um die 16-jährige Tracy Turnblad, einem kleinen dicken Mädchen aus Baltimore die in einer von Rassismus geprägten Zeit der Corny Collins Tanzshow beiwohnen will um zu zeigen, dass sie auch mit ihrem Gewicht durchaus die Hüften schwingen kann. Nicht nur beim Casting versucht Tracy die Welt zu verändern sondern auch in Sachen Gleichberechtigung für sich selbst als Mitglied einer Randgruppe, genauso wie für ihre schwarzen Freunde, die nur beim Tanzen von Weißen getrennt werden. Auch die Liebe darf bei Hairspray nicht zu kurz kommen und so verliebt sich Tracy in den Mädchenschwarm der Show und muss sich auch noch mit einer Konkurrentin herum schlagen.

Die Rezeptur ist also perfekt. Ein revolutionär denkendes Mädchen mit einer Aufgabe, ein Herzensbrecher und eine große Portion Spaß vermischt mit einer gewissen Ernsthaftigkeit.

Am meisten habe ich mich persönlich auf Uwe Ochsenknecht (als Edna Turnblad) und Maite Kelly (als Tracy Turnblad) gefreut. Tracy wurde an diesem Abend allerdings von der Zweitbesetzung Jessica Jäde gespielt, was das Ganze nicht weniger amüsant und witzig machte. Es war natürlich ein Fest Uwe Ochsenknecht den allseits bekannten Fernsehschauspieler, den wir alle bisher ja eher aus Rollen eines gestandenen Mannes kennen, nun zum ersten Mal im Fatsuit und Fummel auf der Bühne zu sehen.

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Was soll man sagen? Die Regisseure haben eine gute wie ungewöhnliche Wahl getroffen und er macht seine Sache wirklich gut. Man darf nun keine Sangeskünste eines geübten Musicaldarstellers erwarten, dennoch stimmte das Gesamtbild und es passte einfach zu Edna, der zurück gezogenen lebenden Hausfrau und Mutter von Tracy die zumindest am Anfang nur wenig Selbstbewusstsein an den Tag legt. Der Glamour folgt aber spätestens nachdem Tracy die Talentshow für sich beschließt und Edna zur ihrer Managerin macht.

Zur Umsetzung kann ich nur soviel sagen, dass man so gut wie alles aus dem Film in der Show wieder finden wird. Dennoch wird man die Geschichte auch ohne den Filme gesehen zu haben, verstehen und spätestes im zweiten Akt (hier gibt es ein kleines Stimmungshighlight was ich aber nicht gänzlich verraten möchte) nicht mehr aufhören können mitzurocken. Ich spürte zeitweise wirklich den Drang die Bühne stürmen zu müssen, weil es so viel Spaß machte das Ensemble agieren zu sehen.

Bleibt also nur noch zu sagen… stürmt den Musical Dome, holt die Spraydosen raus und lasst euch vom Sound der 60’s mitreißen. Die Songs haben durch die Bank Ohrwurmcharakter und wie der Werbeslogan schon sagt gibt es riesen Haare, ein riesen Musical und natürlich riesen Spaß non stop… mit einem Ende, das hier nicht verraten wird 😉

Anmerk. der Redaktion: …. und bestimmt Lust auf den zweiten Teil macht… in der der unvergleichliche John Waters Highlights seiner Lebensschichte ideenreich verarbeitet….

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