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Abzocke der KSK – Künstlersozialkasse

oder Vorsicht am Wegesrand – Künstlersozialkasse lauert hinter jeder Ecke

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© shutterstock

Immer öfter stosse ich in diesem Land an meine Verstandsgrenzen. Mein normaler Menschenverstand sagt mir – wenn Du etwas haben willst, was Dir nicht gehört musst Du dafür bezahlen aber mittlerweile ist es immer öfter so… wenn Du etwas nicht brauchst AUCH! Im aktuellen Fall der KSK – der Künstlersozialkasse – darf ich wiedermal für eine Leistung berappen, die weder mir, noch den Personen, für die ich den Beitrag zahlen darf, zugute kommt. Sie fliesst einfach ins Nirvana bzw. in den Verwaltungsapparat einer Bundesorganisation. Gefühlt heißt das für mich .. in die Rente eines oder einer Ex-Kanzlerin. Ich bin die letzte, die nicht bereit ist für das Allgemeinwohl einen Teil meiner erarbeiteten Kohle hinzulegen.. ich meine bei knapp 50% Steuern sollte man denken, das reicht.. aber denkste.

Immer öfter kommen dubiose Organisationen aus den Büschen gehüpft und wollen Geld für Leistungen, die man nicht benötigt bzw. gar nicht in Anspruch nehmen kann. In der freien Marktwirtschaft kennt man diese Machenschaften bei der Telefonaquise für so seriöse Geschäfte wie Schweinebäuche aus Chicago oder ähnliches. Aber sobald so ein „Amt“ eine Bundeslegitimation hat… ist das Abmelken höchstoffiziell. Die KSK ist natürlich nicht von Hause aus schlecht… sie ermöglicht freischaffenden Künstlern den Zugang in unser Sozialversicherungssystem bei Zahlung eines „Arbeitnehmeranteils“ und sorgt somit für eine Gleichberechtigung zwischen Angestellen und Freiberufler. In Hinblick auf die Kostenexplosion im Gesundheitswesen ist das aus meiner Sicht schon sinnvoll  – gerade weil man mit „Kunst“ in der Regel nicht exorbitant verdient. Ich hätte auch nix dagegen wenn der freischaffende Künstler den ich beauftrage dort versichert ist.. dann würde ich mein Teilbetrag ohne zu zögern berappen…

Wenn aber niemand Beteiligtes von der Abgabe partizipiert und es nur aus Gründen der Deutschen-„ist eben so“-Menthalität bezahlt werden muß, dann frag ich mich ob dieses Modell nicht nur einer Sache dient… dem Wohl des Vorstandes bzw. der Controller oder dem letzten Strohhalm eines vollkommen maroden Systems. Diese ewige Abzocke, die letztendlich doch auf Kosten der Künstler geht betrachte ich als unzumutbar. Denn ich werde jetzt zweimal überlegen ob ich einen freischaffenden „Künstler“ beauftrage und mir lieber irgendeine GmbH suchen, um nicht wieder dieses völlig unsinnige Wegegeld zu berappen.

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QUEERLESQUE Mag ist das Magazin für Kultur und Burlesque Lebensart aus Berlin. WIr möchten einen subjektiven Überblick über die Vielfalt der Kultur in Berlin und Deutschland vermitteln. Internationale Burlesque Events und Vaudeville Kultur stehen dabei genauso im Fokus wie Travestie und jede Art der queeren Abendunterhaltung. Seit 2006 findet ihr hier gut gemeinte Ratschläge, kulinarische Tipps und Entdeckungen aus meinem bunten Berlin :)
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