Sa. Nov 28th, 2020

Stimmen in der Stadt

oder Schweigen ist Kupfer, Hören ist GOLD.

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Viele Einzelschicksale verlieren sich unbeachtet im Fluß der Zeit, Gründe dafür sind oftmals vielfältig. Entweder finden sie keine Plattform um in der breiten Öffentlichkeit beachtet zu werden oder es fehlt ihnen einfach an der Kraft/Mut mit Ihren Problemen in die Öffentlichkeit zu gehen. Meiner Ansicht nach sollte man über alles sprechen, immer und überall, mit jedem und jeder, permanent und vielleicht sogar penetrant – dafür wurde der Schnabel in unserer heutigen Gesellschaft geschaffen – nicht um sich dauernd Schokolade und Bier reinzustecken. Das perverse an dieser Gesellschaft ist die Gossipgier… wenn ein Nationaltorwart sich das Leben nimmt giert die Boulevardpresse nach Schlagzeilen, wenn Gerd, 59, an den Folgen der Erkrankung stirbt stirb kennt keiner seine Geschichte… noch schlimmer.. keiner interessiert sich dafür.

Um das zu ändern wurde eine zweiwöchige Klanginstallation zum Welt-Aids-Tag 2010 im öffentlichen Raum der Stadt Berlin installiert. In dieser Zeit werden an vielen verschiedenen Orten die Stimmen und Geschichten von betroffenen (HIV-Positiven und an Aids erkrankten) Menschen aus Berlin zu hören sein. Sechs Personen werden in sehr eindrücklicher Weise erzählen, wie das HI-Virus ihr Leben verändert und deformiert hat. Welche Begrenzungen und Fragen sich im Verlauf der Erkrankung ergeben haben und welche Schwierigkeiten trotz medizinischer Fortschritte geblieben sind oder sich sogar neu ergeben haben denn es gibt nie Lob, dass man den Tag überlebt hat!… (Quelle: www.stimmeninderstadt.de)

Dieser Satz ist so unglaublich wahr… und war Auslöser für mich darüber zu schreiben und auch Euch zum hinhören zu ermuntern. Wer darüber hinaus noch etwas gutes tun mag, passend zum Weihnachtsfest denn da soll man gutes tun!! …. dann findet man auf der Homepage von “Stimmen in der Stadt” eine Spendenadresse. Im übrigen sind Spenden steuerlich absetzbar, kleiner Wink mit den Zaunpfahl für alle die noch mehr Argumente benötigen…Für alle anderen gilt: Hinhören hilft, denn Vergessen ist ansteckend!