Mo. Sep 16th, 2019

© Rene du Vinage

Lollapalooza goes Fashion 2019

oder eine wirklich interessante Erfahrung voller bunter Eindrücke

Ich bin ja tatsächlich immer neugierig. Vor allem wenn es darum geht etwas zu erleben das ich bisher so noch nie gemacht habe. In diesem Fall war es eine ganztägige Moderation zu übernehmen und dabei ein gänzlich ganz anderes Publikum vor mir zu haben. Das Lollapalooza Festival gehört sicherlich mit zu den größten Spektaklen die Jugendliche aus der ganzen Nation nach Berlin zieht – zumindest waren viele derer die mich ansprachen um ein Foto zu bekommen tatsächlich nicht aus Berlin. Vielleicht liegt es auch daran das die Berliner(innen) einfach schon zu satt sind in Bezug auf Männer mit bunten Zweithaar. Who knows. Mein erster Eindruck auf dem Festival war – WOOOOWWW.. was für eine Megaorganisation. Ok.. das wird jetzt nicht jedermanns erster Eindruck sein aber ich als Produzent und Veranstalter sehe die Logistik hinter so einem Spektakel und muß sagen … Hut.. oder in meinem Fall Zweithaar ab!

© Jens Zander Agentur s49

Mein Spielort war die Fashionpalooza Stage auf der es einiges zu sehen gab. Wir hatten natürlich ebenfalls tolle DJ-Sets aber vor allem ging es um Fashion und das dazu gehörige Umfeld. Mein Favorit an dem Abend war ganz klar der Voguing Workshop aus dem House of St. Laurent. Nicht weil ich die Personen dahinter schon einigemale im Berliner Nachtleben kennenlernen dufte und mit Ihnen sogar schon auf einigen Voguing Bällen zusammenarbeiten durfte, sondern weil es etwas war das die Zuschauer mit ein bezog. Neben geschichtlichen Hintergründen wurden eben auch Schritte und Moves gezeigt und die jungen Dinger vor der Bühne machten ganz artig mit – und das sah auch noch super aus. Für einen ganz kurzen Moment kam mir der Gedanke selbst mal ein Deathdrop zu machen allerdings wären wahrscheinlich die Folgen davon gewesen das ich den Rest des Tages im Rollstuhl hätte moderieren müssen ;)

Zusätzlich gab es eine Fashion Show der HTW Berlin, einige Podiumsdiskussionen zum Thema Mode und Zukunft bzw. Mode und Musik und auch ELIF als Live Singer Songwriterin hatte dort eine Bühne. Ich fand es super vielfältig auch wenn es manchmal so schien das die Kids vor der Bühne eigentlich nur kurz ein Snack nehmen wollten um dann gleich weiter zu ziehen zum nächsten Headliner wie Kings of Leon oder Billie Eilish. Aber das konnte eine alte Marktschreierin wie mich natürlich nicht verstören – ich hab sie einfach mit meinem Charme verpflichtet ihren Headliner aufzugeben und vor unserer Bühne Platz zu nehmen :)

© Jens Zander

Das Lollapalooza funktioniert nach der Schwarmmentalität. Zu verschiedenen Zeiten spielen die wichtigsten Headliner rund um das Olympiastadion und natürlich auch mittendrin wie z.B. der alte Haudegen Scooter, der immernoch das junge Partyvolk mit seinem Hypa Hypaaaaaa abholt. Somit bewegen sich die Jugendlichen wie die Bienen von einem Ort zu anderen. Ich hab mir mal den Spaß erlaubt und bin während einer meiner Pause dem Schwarm rund um das Stadion gefolgt – war schon ein Erlebnis. Gut ich hatte irgendwann keine Puste mehr aber lustig war es ;) …. denn die Devise lautet – je näher man ist desto besser werden die Handyfotos. ;)

Sonst gab es noch einiges mehr zu sehen. Artisten, Zirkus, Akrobaten, jede Menge Glitzerzelte und Schminktempel und natürlich die großen Stände des Produktplacements. Manchmal überrascht es mich das harter Alkohol mit Megaplacements vor Ort sein darf aber naja… ich nehm dann lieber die Regencapes von Melitta. Wobei … ist Kaffee nicht auch sowas wie eine Droge in Deutschland? Mein Fazit zum Lollapalooza…. ich hatte eine super Zeit, wurde toll behandelt und hatte jede Menge Spaß. Ich hatte ein Super Team und konnte einige Menschen mit Bildern glücklich machen. So soll es sein. Mal sehen ob ich 2020 wieder dabei sein darf.