Montag, 27. Mai 2024

Falling in Love Premiere im Friedrichstadtpalast

oder eine Kickline zum Umfallen

Immer wieder freue ich mich auf die Premiere im Friedrichstadtpalast und wenn sie dann da war ist es irgendwie wie ein Glittercrush. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine eigenen Produktionen natürlich mehr aber der Friedrichtstadtpalast mit seiner überwältigenden Bühne und einem riesigen Cast macht lässt mich natürlich träumen und inspiriert mich immer wieder weiter zu gehen und neues zu präsentieren. Manchmal sogar so weit das die Theater die ich mir momentan leisten kann dann etwas ängstlich dreinschauen weil ich erstens einfach die Shows zu lang gestalte und zweitens etwas über die Stränge schlage. Und NEIN meine Shows sind nicht vergleichbar mit einer Produktion vom Palast auch wenn ich oft höre ich muss nicht verstecken. Doch genug von mir … ich habe so lange nicht mehr in diesen Blog geschrieben das ich am liebsten stundenlang über meine Erlebnisse quatschen wollen würde aber hier geht es jetzt “nur” um die Premiere FALLING in LOVE im Friedrichstadtpalast die ich mal wieder mit meiner wunderbaren Tochter besucht habe.

Gleich zu Beginn gab es etwas Verwirrung um die Einlaßsituation. Entgegen der sonstigen Premieren hat man die geladenen Gäste draussen in einem Zelt abgefertigt, was zu langen Schlangen und wenig Amusement geführt hat. Genauso chaotisch ging es dann am Red Carpet zu wobei mein frühzeitiges Eintreffen zumindest noch Zeit ließ für ein Gläschen Sekt. Aufgrund des Staus fing dann die Show auch ungewöhnlich spät an und es verblieb im Saal noch Zeit den ein oder die andere Kollegin zu begrüßen. Doch dann hob sich der Vorhang und einmal mehr gab die Bühne des Palastes sein Debüt mit Millionen Swarovskis und einer technischen Rafinesse die immer wieder erstaunlich ist. Wenn ich daran denke wie oft ich Ärger mit Flüssigkeiten auf der Bühne habe und hier mal eben ein Wasserfall in einem Pool mündet um dann innerhalb von Minuten wieder zu verschwinden. Traumhaft. Dazu kamen dann am Anfang wenig Akrobatik und viel Gesang. Die Story stand mehr im Vordergrund als sonst wobei … gerade in der zweiten Halbzeit gab es dann Akrobatik die wieder die größte Bühne Europas gut gefüllt hat. Ein Trampolinact in bester Coleur mit grandiosen Stunts und toller Akrobatik. Irgendwann dazwischen kam mein Highlight des Abends. Die Kickline. Allein schon der Beginn dieser Performance war berauschend, detailverliebt und mit einer Präzision getanzt das einem Schwindling wurde. Als kleiner Sidekick tanzten in dieser Kickline nicht nur weiblich gelesene Personen, was dem Gast vor mir auffiel und er es unbedingt der Begleitung mitteilen musste. Ob er wohl zum ersten Mal lange Männerhaxen in Highheels gesehen hat? Wer weiß das schon. Am Ende des bunten und kostümgewaltigen Erlebnisses wurde die Menge dann mit dem größten Swarovski der Welt verabschiedet. Ich sag ja immer .. mehr ist mehr.

Die Aftershowparty war diesesmal geprägt von einigen sehr netten Gesprächen und gefühlt von 200 Transvestiten :) . Es ist schon spannend zu sehen wieviele Frontlace Perrücken und falsche Brüste in den letzten Jahre auf dieses Event gespühlt wurden. Hier erinnere ich mich noch an eine Anzahl die man locker an zwei Händen abzählen konnte. Aber je bunter desto besser…. wobei die Verteter der Presse dann schon mal ins Schwimmen kommen. Wie gesagt ist die Premiere nun fast schon wieder ein Monat her deswegen sind viele Eindrücke leider nicht mehr in meinem alten Schädel verblieben aber die wesentliche Erinnerung lautet: Hingehen und ansehen. Alleine wegen der Kickline und den bunten Latexkostümen ist die Show sehenswert und wem die Story nicht gleich ins Auge fliegt der wird einfach gefallen finden an den Millionen von Swarovski Kristallen die auf der Bühne in Szene gesetzt werden.

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