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Restaurant Quarré im Hotel Adlon serviert deftiges

oder der Empfehlung des Servicepersonals ist unbedingt Folge zu leisten!

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Wenn man ins Restaurant des Hotel Adlons geht erwartet man die feinen, nicht ganz günstigen Speisen für den verwöhnten Gourmetgaumen. Und natürlich könnte man diese auch bestellen.. wenn man wollte :). Mein Augenmerk fiel sofort auf einen halben Hummer, da ich ja seinerzeit ausgezogen bin, um das Meeresgetier in jeder Form zu probieren und meine Altersvorsorge zu verfressen. Doch es kam anders… ein durchaus freundlicher Ober, der mit seiner netten Art schnell mein Vertrauen gewann, riet uns doch einfach mal die Klassiker der Berliner Küche zu testen. Darunter z.B. Hühnerfrikasse oder Königsberger Klopse :). Tja wie könnte man einer solchen Empfehlung widerstehen? Allerdings ergänzte ich diese dann doch mit feinen Jakobsmuscheln und Hummersüppchen und wurde NICHT enttäuscht. Dazu sei erwähnt das die großen Portionen im korsettierten Leib eher unangenehm stocken und ich froh über übersichtliche Portionen war.

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Doch gerade beim Essen geht IMMER Qualität vor Quantität und da bewies das Restaurant Quarre im Adlon einmal mehr, das Geschmack an vorderster Stelle steht – unmittelbar gefolgt von freundlichem unaufdringlichem Service und umsichtiges Verhalten. Das mehr oder weniger nur der einsetzende Regenguß mir als Wink des Schicksals zu Gute kam und uns nicht ins Va Piano schlendern ließ, war im nachhinein ein großes Glück. Das Frikassee nach dem Rezept vom Chefkochs Muddi war in der optischen Präsentation vielleicht ein Hauch zu einfarbig, dafür aber im Geschmack eine Granate. Und natürlich waren die Jakobsmuscheln sowas von auf dem Punkt und betörend lecker das ich beinahe mit einer zweiten Portion liebäugelte 🙂 Allerdings war der Appetizer, frisches Brot mit salziger Butter,  schon in doppelter Ausführung gereicht worden das dafür beim besten Willen kein Platz mehr war.

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Natürlich schmeckte das empfohlene alkoholhaltige Sprudelgetränk ebenfalls sehr, das sich meinen Magen mit einer Flasche Wasser teilen musste. Doch da lag der Hase im Pfeffer. Nicht die Speisen, nicht der Champagner oder gar die Appetitmacher waren unverhältnismäßig in der Preisstruktur… sondern.. mal wird es nicht glauben : DAS WASSER. Theoretisch hätte diese Flasche direkt aus dem Polarmeer importiert werden müssen oder aus der Quelle die ewige Jugend verspricht – doch weder fühlte ich mich danach jünger noch hatte ich ich Eisbärhaare im Glas ;). Es war einfach deutlich überteuert…

Vielleicht war das der Grund warum Kader Loth uns nach kurzem Blick in die Karte wieder verließ *loool* … neee ich glaube die Damen waren aufs Borcherts gepolt. Wenn ich mir abschließend die möglichen Essensalternativen an diesem Tag vor Augen führe, so bereue ich trotz teurem Wasser meine Entscheidung nicht, eine ausgezeichnetes Diner mit Ilonka im Restaurant Quarre im Hotel Adlon genossen zu haben – wissentlich, das wir gestärkt zu nächsten Runwayshow stöckeln konnten 🙂

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