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Maleficient – eine unerwartete Reise

oder die halbherzige Neuerzählung einer alten Geschichte

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Seit Monaten fiebere ich auf diesen Film hin – und dann das. Ich meine nach so spektakulären Neuerzählungen wie Alice im Wunderland fehlte es einfach an der Liebe zum Detail. Versteht mich nicht falsch, der Film an sich ist nett, zeitweise sehr langatmig aber nett. Aber willst du so eine tolle Grundidee als „nur“ nett im Kino sehen? Nee ich will ein Feuerwerk wie Herr der Ringe, wie Avatar wie.. ach einfach grosses Kino. Mindestens!

Maleficient fängt eigentlich toll in einer Zauberwelt mit unzähligen lustigen Kreaturen an und verliert sich ein wenig in einem Trauerspiel aus Rache und Gier. Dem Zuschauer wird zugemutet die Grenze zwischen Gut und Böse selber zu definieren – ja mehr oder weniger rutert man dauerd herum. Ein kleines sechsjähriges Mädchen hinter mir musste dauernd die Mama fragen, wer denn nun von den beiden Hauptakteuren der oder die Gute sei? Darauf wusste die Mutter leider keine Antwort, die sie mal eben in einem Satz hätte formulieren können. Im übrigen sehr zum Leidwesen der Zuschauer, denn die Kleene ließ nicht locker 😉

Auch war die Rolle des heroischen Prinzen vollkommen für’n Arsch. Ich stell mir vor wie mein Agent ein Drehbuch geschickt bekommt, mit der Überschrift „Dornröschen“ und dem Rollenangebot des Prinzen an der Seite von Angelina Jolie und dann das !! Ich glaub ich würde mich drei Tage in den Schlaf weinen 😉 … Anyway – der Streifen hat seine Momente aber ist garantiert genauso gut auf Flatsceen in 3D. Die großen Momente halten sich einfach in Grenzen. Einer davon ist allerdings das Gesamterscheinungsbild von Malefiz !! Toll. Und ein weiteres Highlight war erneut die Präsentation des ehrwürdigen Zoo-Palastes, der trotz mieser Saalbelegung (es war 17 Uhr) den Wasservorhang abfuhr und akkustisch den Zuschauer mitnahm auf eine wundervolle Reise 🙂

 

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