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Drag Camp mit Spaß, Glamour und Tragik

oder was man alles im schlauen Internet lernt – sagenhaft!

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© tatjana berlin

Nee.. mit Drag Camp ist keine Fortsetzung des ach so bekannten RTL Promi Dschungelcamps gemeint. Kein Travestie-Promi würde auch nur 5 Std. in solch einem Camp durchhalten. Temperaturen und Feuchtigkeit würden jeglichen Glamour in Kürze vernichten – bestes Beispiel dafür war ja Lorielle London in der letzten Staffel. 😉

Das ich mich jemals für „Camping“ begeistern würde hätte ick mein Leben nicht gedacht. ”Camp“ die englische Bezeichnung stammt vom französischen „se camper“ ab und fand zunächst als Begriff für Auftritte der Travestiekunst Anwendung. Anfang des 19. Jahrhundert bezeichnete der Begriff dann eine bewußt sexuell überzogene Zurschaustellung femininen Verhaltens dessen Schlüsselelementarik aus der Verwendung von Superlativen und einem glamourösen, femininen Kleidungsstil bestand – DRAG. Früher wurde sowohl „Queer“ als auch „Camp“ als abwertende Bezeichnung für die aus der „Norm“ herausstechenden Personen benutzt.


Heute hingegen trifft man die Camp Kultur in ganz alltäglichen Situationen, der Hang zur übermäßigen Selbstinszenierung ist schon längst in der „normalen“ Gesellschaft angekommen. Diverse Castingshows wie DSDS aber auch Twitter, MySpace und Co bieten genug Raum um jedem eine Plattform zu bieten und die Bedeutungsverschiebung des „Queeren“ hin zu selbstbewußten Drag-Darstellern und Künstlern gehört mittlerweile dazu. Wie schön! Camp ist aber nicht nur bezogen auf Menschen… Camp könnten die Aphorismen Oscar Wildes, Paillettenkleider, das Ballett Schwanensee, Jugendstilmöbel, die Opern Bellinis, die Rocky Horror Picture Show, das Magazin “Wallpaper” oder der Grand Prix d‘Eurovision de la Chanson sein. Camp sprengt Grenzen, vor allem die zwischen den Geschlechtern.

Alle Filme von John Water aber auch Streifen wie „Hedwig“ oder „Breakfast on pluto„, auch „Transamerica“ und natürlich der an David Bowies Lebenswerk angelehnte „Velvet Goldmine“ sprechen eindeutig die Sprache des CAMP…. wobei es im Grunde ja nur eine weitere Schublade ist in die man gesteckt werden kann. Mit Spannung und Spaß habe ich die Dokumentation auf Youtube über die Frage „Was ist CAMP“ gesehen und muß gestehen das ich anfangs nix damit anfangen konnte – doch nun weiß ich das campende Transen sogenannte CAMP CAMPER sind *lol*…

Ob Euch nun mein kleine Aufklärungskunde gefallen hat oder nicht, wees ick natürlich nich … mir hat ein Satz den ich so noch nicht kannte sehr gefallen: Auf die Aussage “… über Geschmack lässt sich nicht streiten!” antwortet die Camp Expertin “Nein? Worüber denn sonst?”…. Genau!

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