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My-O-My – haben Transsexuelle keinen Spiegel?

oder mal wieder eine kleine Exkursion in die Geschichte der Drag Queen Kunst.

My-O-My - Jimmy Callaway

Hin und wieder treffe ich auf wahre Schmuckstücke in der Geschichte der Travestie. Drag Queens gab es schon immer – und immer geht es um tausendprozentige Perfektion und Improvisation bis der Arzt kommt. Die Stunden vor dem Spiegel kann man nicht zählen.. oder sollte man nicht zählen … denn die Zeit ist heutzutage kostbarer denn je… doch es hilft ja nix… wer schön sein will muß üben… üben … üben. Ob nu Mann oder Frau!

My-O-My - Jimmy Callaway

Auf meiner Suche ist mir eine Seite ins Auge gefallen welche all die göttlichen Queens der Vergangenheit beleuchtet. Viele von den „Female Impersonators“ sangen live und nahmen Platten auf… sie waren die Divas der Entertainmentbranche. Man bekommt auf der Seite von JD Doyle den Eindruck einer wirklichen Kunstform gegenüberzustehen. Einfach wunderbar.

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© www.queermusicheritage.us

Der Club My-O-My bot in den 50zigern bis Anfang der 70ziger allen talentierten Frauenimitatoren eine Plattform zur Darstellung ihrer Künste. Eine der wirklichen Stars dieser Zeit und dieses Clubs war die unglaubliche Jimmy Callaway – lt. Aussagen der Zeitzeugen war sie mit Abstand die absolute Perfektion und damit natürlich die Star Drag Queen dieses Etablissements. Vielleicht war das der Grund warum sie sich zu der Aussage hinreissen ließ: „Das Transsexuelle den Ruf von Dragqueens verderben.“ Bisher habe ich immer genau das Gegenteil mir anhören müssen – das Dragqueens den Ruf der Transsexuellen versauen weil wir (und ick zähle mich zur DQ Fraktion) das Frausein übertreiben. Viel zu kurze Kleidchen, viel zu viel Feuerwerk in der Öffentlichkeit. Nun – natürlich gibt es Frauen die ihre Weiblichkeit weit unten in einem Topp verstecken.. aber warum sollten diese Hühner unsere Vorlage sein.

Jimmie beschreibt das ein Leben ohne Spiegel quasi nicht möglich wäre, Spiegel sind das Lebenselixier jedes Impersonators und sollte eine solche reflektierende Glasscheibe nicht erreichbar sein wird es unmöglich weiterzuleben… als „Frau“ *grins* – irgendwie wees ick watt er meinte…. Es wurden Songs von Peggy Lee, Gershwin und Porter interpretiert und nach dem Auftritt warf das Publikum Geld auf die Bühne. *lol* sowas habe ick heutzutage noch nicht erlebt… naja.. Zeiten ändern sich eben. 1972 brachte ein Feuer das Ende des großen My-o-My Clubs und damit auch das Ende einer Drag Karriere die einst damit begann das ein kleiner Bengel die Perrücke seiner Lehrerin interessanter fand als den Unterrichtsstoff.
Übrigens finde ich es auch wirklich spannend das die „Damen“ besonderen Wert gelegt haben das das „MR“ vor Ihrem Namen bestehen bleibt.

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In Zukunft werde ich öfter mal wieder die Geschichte der Travestie beleuchten – habe ich in der Vergangenheit ein wenig zu kurz kommen lassen aber dank der freundlichen Genehmigung von JD kann ich Euch in Zukunft seine Sammlung präsentieren. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank dafür und Euch viel Spaß bei ein wenig humoriger Bildung.

http://de.youtube.com/watch?v=kGjlvKEdcWY
Viel Spaß beim Liveauftritt…. *grins*

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