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Eine Nacht im Hotel Dormero in Hannover

oder zuviel klare Linien können emotional auch verstören…

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Wenn ich irgendwo etwas zum besten geben darf kommt es immer häufiger vor das eine Unterkunft von Nöten ist. Eigentlich sagt man ja.. man schläft eh nur und den Rest der Zeit ist man kaum auf dem Hotelzimmer. Dennoch ein wenig Stil kann selbst bei der Wahl des Hotels von Vorteil sein. In diesem Fall wählten wir ein sogenanntes Designhotel mit dem klangvollen Namen Dormero. Nun hab ich schon desöfteren in Designhotels meine Nächte verbracht und nehme natürlich diese auch als Maßstab. Beispiele wie das EAST oder das GASTWERK aber auch die SUPERBUDE in Hamburg kommen mir da in den Sinn und spätestens bei der Ankunft wurde mir klar…. das sind andere Kaliber als das Dormero.

Warum? Das Gebäude war eher ein klangloser Betonbau mit wenig Emotion. Im Innenbereich wurde dann mit Materialien und klaren Formen gespielt – was wiederum recht gut gelungen ist. Auch das Personal war zu 90% supernett und bemüht. Doch spätestens der Weg zu den Zimmern, wie übrigens oft in großen Hotels, war sehr ernüchternd. Lange tageslichtlose Flure, die etwas erdrückten, geleiteten mich als Gast zur Zelle… öhmm sorry Zimmer. Dort fiel einem als erstes die Hi-Technologie ins Auge. Zwei riesige Screens beherrschen das Flair des Zimmers. Emotional etwas nüchtern aus meiner Sicht. Dazu kamen die fehlenden Funktionalitäten. Es ist zwar schick wenn man vom Bett aus im Internet surfen kann, allerdings wenig funktional weil ein Screen in der Entfernung zumindest mir Schierigkeiten beim Lesen verursacht. Auch das Fernsehvergnügen war aufgrund mangelder Lautstärke der Video on Demand Filmchen (die allerdings sehr vielfältig waren)  etwas getrübt. Hinzu kam eine Hotel-Küche.. also nee.. das ist eigentlich der Hauptgrund warum ick hier so rumzicke…. mit Salat kann man so viel tolle Dinge machen, aber ihn einfach in eine Schüssel zu füllen und dann mit Dressing und Parmesan umzubringen ist einfach zu wenig – zumindest für den Preis und meinen Gaumen. Schade – ich hätte etwas mehr erwartet… wie gesagt, der Maßstab geht von Besuchen in HH aus… ich meckere also auf sehr hohem Niveau.

Letztendlich ereilte uns dann auch noch das gleiche Schicksal wie in Zürich in einem deutlich billigerem Etap Hotel. Unser kleine Hunger weit nach Mitternacht wurde nicht befriedigt… bzw. konnte nicht befriedigt werden, obwohl er dick in der Speisekarte mittels 24/7 Symbol angepriesen wurde. In der Realität wird einem gesagt das eher schlecht aussieht und gerade nicht möglich wäre weil ja schon so spät bzw. früh ;-). Wie gut das zumindest die Minibar kostenlos war. Da konnten wir uns dann wenigstens mit Softdrinks ertränken… denn Alkoholisches oder ein Täfelchen Schokolade fehlte ebenfalls – bzw. ein Bier war drin aber who needs a beer???. Schlußendlich würde ich dem Hotel eine mittlere Bewertung geben… da ich nicht dazu kam mir den Wellnessbereich anzuschauen und der in der Regel viel rausreißt. Die Betten waren gut und das Bad hübsch wenn auch hier wieder in kleinen Details der Wurm drinsteckte… eine Duschewanne ohne Begrenzung auf einen kleinen Sockel zu stellen bedeutet das Wasser zwangsläufig in den falschen Bereich abläuft …. zumindest bei Menschen die länger als 3 min duschen.

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