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VIII GayGames Cologne – die schwul-lesbische Olympiade (Teil 1)

oder die regenbogenfarbene Welt zu Gast in Köln als Gastbeitrag von Toni (Teil 1)

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Sehr sehr lange schon fieberte Köln diesem Ereignis entgegen und ebenso lange waren die Organisatoren damit beschäftigt, diesen Event stattfinden zu lassen. Nun ist es soweit und nach der großen Eröffnungsfeier am gestrigen Abend im Kölner RheinEnergie Stadion findet die schwul-lesbische Olympiade in unserer Domstadt ihr zu Hause. Ich war live dabei und habe mir auf die Schnelle noch Karten besorgt. Die Sorge, keine Karten mehr zu bekommen war eigentlich nicht begründet, aber wie allgemein bekannt ist fängt ja der frühe Vogel den Wurm.

Somit ging es am gestrigen Abend also los ins Stadion, gefolgt von einer nicht überschaubaren Menge Gleichgesinnter, bahnten wir uns den Weg auf die Tribünen um aus luftiger Höhe das Geschehen verfolgen zu könne. Bei mir machte sich für einige Zeit die altbekannte Höhenangst breit, die allerdings nach kurzer Zeit wieder verschwand. Nun saßen wir also auf unseren Plätzen und waren gespannt was uns erwarten würde. Der Rasen war mit rotem teppichartigem Material überzogen, gesäumt von einer riesigen Regenbogenfahne am andren Ende der Arena. Das Stadion war noch recht leer, die äußeren Blöcke zum Großteil für die erwarteten 10.000 Sportler geblockt und unser Block war im Grunde der Vollste. Die Stimmung war bereits jetzt auf ihrem Höhepunkt und als über den großen LED-Screen auf der gegenüberliegenden Seite der Countdown eingeblendet wurde, war die Menge nicht mehr zu halten.

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Es konnte losgehen, die VIII Gaygames Cologne 2010 konnten starten und die Zeremonie beginnen.

Bereits vorher wurde angekündigt, dass die 10.000 Sportler aus 70 Nationen nach Köln gekommen waren und nun erhielten sie Einzug ins Stadion um sich im Anschluss auf den freien Rängen zu platzieren. Neben Amerika, dem Mutterland der GayGames, mit der zweitgrößten Teilnehmerstärke von 2000 Menschen, befand sich Deutschland auf dem ersten Platz und das „Team Cologne“ mit seinen 3000 Teilnehmern durfte als letztes die Zuschauer im Stadion begrüßen. Auch Teilnehmer aus Ländern in den Homosexualität noch immer unter hohe Strafen gestellt wird (wie z.B. Russland oder die Türkei), wurden mit entsprechendem Applaus begrüßt.

blog_gaygamescologne2010
www.games-cologne.com

Kurz darauf wurde Schirmherr und Bundesaußenminister Guido Westerwelle begrüßt und wusste sich entgegen der ersten Buhrufe durchaus für Schwule & Lesben auszusprechen und führte dabei ebenso seine eigene Beziehung zu einem Mann als Beispiel für Akzeptanz und Toleranz in der Öffentlichkeit an, was ich bemerkenswert fand.  Ein sehr markantes Zitat von ihm bei dem ich richtig Gänsehaut bekam war z.B.: „Religion darf keinen Mord rechtfertigen“, womit Herr Westerwelle auf die teilweise menschenverachtenden Verhältnisse in anderen Ländern anspielte. (Anmerkung der Redaktion: Niemand weiß allerdings warum der werte Herr Außenminister(in) so lange dafür gebraucht und NICHTS rechtfertigt einen Mord) Nach einem kurzen Gruß unseres Oberbürgermeisters Jürgen Roters und der beiden Hauptorganisatoren Annette Wachter und Michael Lohaus begann das farbenprächtige und musikalisch hochwertige Programm.

Weiter gehts in Teil 2

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1 COMMENT
  1. Clara

    Klemmschwester Westerwelle bei den gay games hahahahah wasn Witz.
    Und wenna dann vor den Machthabern der Länder steht die die Menschrechte mit Füßen treten hälta eh wieda die Klappe und gibt klein bei.
    Das einzige wofür sich der Typ interessiert ist Kohle und sonst nix.

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