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London Burlesque Week 2011 – ein erster Rückblick

oder eine Hommage an die großen Diven der Burlesque Geschichte

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Irgendwo in London traf sich eine bunte Schar burlesquer Enthusiasten um sich an weiblichen Reizen und traumhaften Outfits diverser Darstellerinnen und auch so manchen Gastes zu erfreuen. Ich schreibe bewusst irgendwo weil man ja eigentlich denken könnte das die große London Burlesque Tribute und Finale Gala in einer megaimposanten Location stattfinden sollte. Und angesichts des Tribute Themas hätte sich ein altes historisches Theater echt angeboten, gerade in London. Als uns der Taxifahrer am Coronet Theater aus seiner Obhut entließ war mir klar meine Wunschvorstellung eines prunkvollen Etablissements zerbrach in viele kleine Teile… wahrscheinlich hängt es wie so oft am Geld.

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Die Bühne war zwar sehr schön aber der Charakter einer Gala kam nicht wirklich auf. Wir erreichten das Theater praktisch auf den Punkt denn kaum waren wir da, wurden die ca. 500-700 Gäste von Hooray und Ivy begrüßt. Leider bedeutete das auch das alle Sitzplätze belegt waren. Wer zu spät kommt den bestraft eben der Stehplatz, sehr zum Leidwesen meiner Füße. Aber was soll’s, die Show wird uns schon ablenken. Natürlich war mir klar das es in London sehr klassisch zugehen würde, viele schöne Frauen und noch schönere Kostüme wurden dann in drei Showteilen geboten. Wie anfangs erwähnt ging es bei nahezu jeder Nummer darum am Ende die Bühne nackisch zu verlassen. Es wurde viel getanzt, ein bissl live gesungen und manchmal auch mit ein Akrobatik garniert. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, wo waren die Geschichten? Ich liebe ja nunmal Geschichten. Leider waren die dünn gesäht. Dennoch der Abend hatte natürlich Highlights. Erstens gab es jede Menge internationaler Burlesque Sternchen und Stars zu bewundern und dann muss ich nochmal die unglaublich traumhaften Kostüme schriftlich bewerten. Allen voran Lada Redstar aus Berlin. Niemals zuvor hab ich solche Detailliebe und Perfektion in der Kostümgestaltung eines Schmetterling sehen dürfen der sich langsam entpuppt. Auch die wunderbare Banbury Cross als Marilyn Monroe oder Lou Lou D’vil als Bettie Page waren grandios. Coco Framboise war oooch zauberhaft und George Bangable, Suri Sumatra, Count Adriano Fettucini und noch ein paar weitere… Die Moderation von Armitage Shanks in Amsterdam hat mich bis zu dem Augenblick etwas mehr überzeugt aber als Hooray dann plötzlich als Tim Currys Frankenfurter auf die Bühne kam und eine tolle Live Sweet Transvestite Nr brachte hat er stark aufgeholt 🙂 … damit hab ich so gar nicht gerechnet an diesem Abend und genau deshalb mag ich solche Events und doch ist meine Erwartungshaltung offenbar immer viel zu groß 🙁 .


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Für Euch habe ich natürlich die meisten Performances mitgeschnitten, zwar isses live immer nochmal spannender, da die Stimmung eigentlich ziemlich gut war, aber so in der ersten Reihe vor dem Laptop ist zumindest ein kleiner Ersatz. Was mir auch noch aufgefallen ist das ein Großteil des Publikum kurz nach der letzten Nr. fluchtartig das alte Coronet Theater verlassen hat. Von ausgelassener Aftershowparty war da wenig zu spüren… was im übrigen mit ein Grund war warum auch wir kurz nach der Show entschwanden. Wobei der Hauptgrund eigentlich mehr mit den Füßen zu tun hatte 😉 … schön sein und lächeln für die Kamera ist nicht einfach mit gequälten massakrierten Füßen … Wer jetzt denkt die Reise wäre vorüber der irrt gewaltig aber die Geschichte erzähle ich morgen….

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