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LIEBESKIND, Ohh Liebeskind – Punk is nich Dein Ding

oder Berliner Fahionweek zu Gast im Freakzirkus…

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Ich gebe es offen zu… in Sachen Handtaschen geht mein Detailfetisch nicht sehr weit. Vor allem Farbe und Funktionalität stehen bei mir im Vordergrund. Handtaschen sind für mich kein Statussymbol und bei der Marke Liebeskind gehören nunmal Handtaschen, Accessoires und Gürtel zum Kerngeschäft. Aber ich habe mir aus gut informierten Kreisen sagen lassen das die Qualität, Form und Farben sehr hochwertig sein sollen… :). Das Headquarter direkt neben MTV, Universal und Co  mit grandiosen Blick auf den Berliner Kanale Grande wollte sich zu Fashion Week mal etwas verrücktes gönnen. Schliesslich heißt die neue Kollektion auch Punk. Quasi eine Belohnung mit höchstmöglichen Punk – .. oder sollte ich sagen Freakfaktor. Tja und wen ruft man da an… jenau… das White Trash Fast Food, den Roten Salon, Heroine Artists und die einmaligen Kamikaze Queens, die nun wieder vollzählig und in bester Laune auf der Bühne stehen. Für mich hat so ein Gig immer ein bissl Geschmäckle… denn wenn sich „Stinos“ ein paar „Freaks“ einkaufen kann es manchmal in die Hose gehen – sprechen doch beide vollkommen unterschiedliche Sprachen. Und um es gleich vorweg zu nehmen… die Anführungstrichelchen vor beiden Schubladen haben ihren Sinn. Ich werte keine von beiden Gruppen – sondern stelle nur fest das es zwischen beiden nicht gefunkt hat.

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Ich saß da als gelandener Gast sehr entspannt am Ufer mit View auf die Oberbaumbrücke, genoß einen bzw. elf ausgezeichnete Erdbeer Margeritas und beobachtete das Geschehen aus einer gewissen Distanz – denn eigentlich sollte ich mit der Show nichts zu tun haben – wohlgemerkt eigentlich. Neben der wundertollen Empress Stah als Neo-Burlesque Act gabs noch einen Auftritt von meenen geliebten Kamikaze Queens. Aus meiner Sicht eine exklusive und gleichzeitig grandiose Mischung – fast schon zum niederknien. Leider waren die Gäste da doch eher anderer Meinung. Nach den ersten Liedern der Queens leerte sich der Raum schlagartig und zurück blieben ca. 10 Personen, von denen die meisten doch eher aus Neugierde blieben. Als Profi ist dir die Anzahl der Gäste die Deinen Act schauen egal.. aber als Mensch biste schon etwas enttäuscht. Auch bei Empress Stah bedarf es extra erst einer Ansprache der Chefin um die Menschen vor die Bühne zu befehligen – meine provisorisch eingebrachte Moderation hat trotz nachdruck oooch niemand wirklich bewegt… Schade – bin ich doch von beiden großer Fan und konnte diese Nichtachtung irgendwie gar nicht verstehen. Ein bekannter Berliner Intendant hat mir in einer ähnlichen Situation mal gesagt, wie sehr er solch ein Verhalten mißbilligt und für respektlos erachtet aber ich kann darauf nur antworten… niemand kann den Menschen Geschmack diktieren, insofern war es aus meiner Sicht nicht ihr Fehler – abgesehen davon hätte ja der Funke auch überspringen können und aus dem lieben Kind wäre dann vielleicht ein richtig böses geworden ;).

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Der Fehler war das falsche „Besondere“ gewählt zu haben ;). Ich jedenfalls hatte meinen Spaß, denn es fühlte sich nach einem Privatkonzert ausschließlich für meine Wenigkeit an… und als mir dann auch noch ein Mikrofon in die Hand gedrückt wurde und ich die wunderbare Empress ankündigen durfte – war der Abend rund. Denn wisst ihr.. man glaubt gar nicht wie gut sich ein Mikro anfühlt – es verleiht einem die Macht den Menschen hörbar auf die Pelle zu rücken – ob sie nun wollen oder nicht. Der Dienstag war, nach der frühen Lena Hoschek Fashionshow, einem ausgiebigen Besuch auf der Bread & Butter, mit spannenden Labels über die ich demnächst noch berichten werde und diesem Abschluß mit wunderbaren Freunden und Künstlern, selbst vor schwierigen Publikum, ein gelungener Auftakt und so bunt, wie ich es lieben gelernt habe. Egal was andere sagen… ich liebte die Fashion Week diesmal mehr als all die Jahre zuvor. Scheiss auf Erwartungen hinsichtlich irgendeiner Promidichte – und selbst wenn in Paris und Mailand wichtigere Namen in der Front Row sitzen… mir geht es um die Möglichkeit der Kommunikation mit Menschen, die ich so nie kennengelernt hätte. Und gerade bei LIEBESKIND gab es unheimlich viele davon… insofern war ich ein Liebes Kind und zog keine Flunsch sondern mein „punkigstes“ Dirndl an *looool*.

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