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Die Rechte und die Linke Hand im Irrenhouse

oder das Irrenhouse wäre nur halb so gut… wenn da nicht….

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Jeden dritten Samstag im Monat wird im Geburtstagsclub im Friedrichshain eine Bühnenshow dargeboten die irgendwo zwischen klassischer Travestie, wildem Trash, professionellem Lipsynch und aufwendigen Inszenierungen liegt. Seit mittlerweile 9 Jahren feiert Nina Queer ihr Irrenhouse und seit dem gibt es eben ihre Transenshow… heute neudeutsch auch Drag Performance genannt. Mein erstes Irrenhouse war gloob ick genauso einzigartig wie das gestrige. Das lag nicht daran  das ich mich mal wieder für Ninas Bühne qualifiziert hatte, natürlich in einem mehrstündigen Test mit wirklich schweren sehr anzüglichen Aufgaben *lol*, sondern daran das ich das erste Mal eine „Probe“ weit vor Eröffnung des Geburtstagsclubs miterleben durfte.

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Es ging darum ein, zwei Lichteffekte die in dem Fall irgendwie von ziemlicher Bedeutung waren, dem Lichtmensch zu erklären nur um dann bei der Nr. festzustellen das leider nix geklappt hat. Nun .. aber erst nun, konnte ich Ninas etwas angespannte Laune bei der Probe gänzlich nachvollziehen. Das alte Sprichwort „Wenn du willst das was klappt mach es selber“ schoß mir in dem Augenblick durch den Kopp (und ich glaube der aufmerksame Betrachter des Videos erkennt die Stelle) als ick mein „Stofftierchen“ zerpflückte und auf das Strobo wartete… dennoch gibt es im Irrenhouse auch Menschen die diese Party mit Haut und Haaren supporten und dafür sorgen das alles funktioniert – die gute Seele im wahrsten Sinne des Wortes. George supported die Show, hilft bei der Technik (leider nicht beim Licht), versorgt die Künstler im Backstage und ist einfach immer da. Außer er hat Urlaub *lol* .. vor diesem Tag graut es der Betreiberin immer.. aber ditt kenn ick nur zu gut.


Sollte es nicht laufen dann gibt es das gleiche auf DAILYMOTION

Ick gloob ick schrieb schon das letzte Mal das Ninas Anspruch bei jeden Showabend sehr hoch ist… während des Kostümwechsels ist ein Ohr auf der Bühne bzw. davor und eine gewisse Anspannung liegt wieder in der Luft. Dabei ist es egal wie oft man das schon durchgezogen hat, es ist auch egal ob es Menschen gibt die dieser Art der Kleinkunst nicht genügend Schaffenshöhe zurechnen, Tatsache ist es gibt ein Publikum und allein das ist Grund genug jedes Mal wieder etwas anderes zu bieten. Eigentlich sollte am gestrigen Event das Frl. Melli Magic erstmalig nach der Sommerpause wieder im Irrenhouse Ihren Einstand geben, doch leider traf es die Gute schwer im  Rücken …. was dazu führte das meine Wenigkeit mit in eine Gemeinschaftsnummer eingebaut wurde. Nach dem Motto „Ohne Proben ganz nach oben“ wurde in zehn Minuten eine jungfräuliche Performance hingebogen die mich voll in die 90ziger katapultierte… Like a virgin von Madonna… zeigte mir wie richtige Improtheater aussehen kann… aber hey… sprach ick anfangs nicht von guten Trash? …. Dazu muß man stehen und Spaß daran haben und den hatte ich definitiv… Kunst ist eben das was man daraus macht 😉 …


Sollte es nicht laufen dann gibt es das gleiche auf DAILYMOTION

Andere Protagonistinnen des Abends fanden Ihre Glückseeligkeit im Support der integrierten Wellness Oase von Nina Queer, denn bevor bei meenen beiden Begleiterinnen lange Weile aufkommt, lausen ’se sich lieber, ziehen sich ditt Fell über die Ohren oder betreiben ein bissl S/M im Intimzonenbereich. Die Rede ist von Janka und Dana, zwei Beautyqueens mit dem tiefgreifenden Wissen über die Inhaltsstoffe jedes einzelnen Beautyprodukts. Der ein oder andere wird die Secrets der Janka Kroft schon entdeckt haben… alle anderen finden sie HIER

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4 COMMENTS
  1. Toni

    Roger war gut, aber mehr (für mich) auch nicht. Es war ein sehr persönliches, fast schon privat anmutendes Konzert mit vielen Songs die ihm was bedeuten, mit denen er während seiner Karriere etwas verbunden hat und immernoch verbindet.

    Somit hat er sehr viel Englisch gesungen, was erstmal eine Umstellung ist wenn man nur deutsche Lieder von ihm kennt. Es war einiges von Prince dabei aber auch andere bekannte Soul- oder Jazzgrößen wie Al Green. Wenige seiner deutschen Lieder fehlten natürlich auch nicht, aber es war sicherlich ein etwas spezielleres Programm und nix für den Mainstream (was ich an sich immer gut finde).

    Eben eine Soloshow mit Pianist, in einer kleiner Location ohne großes Bühnenbild oder Specieffects. Das kann auch schön sein und gemütlich, aber so 100% ist der Funke bei mir nicht übergesürungen, daher war’s eben nur gut und nicht überwältigend 😉

    Michael Bublé hat mir da letzte Woche wesentlich besser gefallen.

  2. Sheila

    Thank you ….. How Does That Grab You, Darlin‘ ? von Nancy Sinatra… wie war Roger?

  3. Toni

    Auch ohne Blitzlich war der Auftritt sehr gelungen, wie heiß der Song?

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