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116. Presseball Berlin im Hotel Maritim

oder zu Besuch bei einer wiederbelebten Institution

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Es gibt Veranstaltungen, die man einfach mal besucht haben muß. Dazu gehört der LifeBall in Wien, der Rosenball, ebenfalls in Wien und auch der Presseball in Berlin. Bei den ersten beiden Erwähnungen erwartet man so „Clowns“ (siehe letztes Bild) wie uns…. aber auf den Presseball? Auf jeden Fall war ich gespannt was mich erwartet. Nicht weil man die Möglichkeit des All-you-can Eat hat, nicht weil mir die Künstler auf den diversen Bühnen als ein Must-Go erschienen und auch nicht weil man endlich mal wieder die große Robe ausführen kann, sondern weil man auf den Spuren von Legenden wandelt. Der Presseball Berlin hat eine wirklich – wiiiiiirklich historische Vergangenheit mit Namen wie Hildegard Knef, Helmut Schmidt, Gina Lollobrigida und Ray Charles. Und OK… die große Robe war doch ein Grund ;). Und davon gab es an dem Abend wirklich viele. Nicht alle waren geschmackvoll aber was solls, die jeweiligen Damen schwebten dennoch über das frisch ausgelegte Parkett um entweder zu Diskomukke zu tanzen oder stilvoll im Dreivierteltakt.

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Mein erster Besuch auf dem diesjährigen 116. Presseball war also von unglaublich vielen Eindrücken geprägt und vom Kontakt zu unbekannten aber offenen und sympatischen Menschen und Robotern. Ja ihr habt richtig gelesen… ein kleiner Roboter war der Liebling der Herzen – und dabei schaffte er das,  was das ausgestellte TESLA Fahrzeug inmitten des Lichthofes nicht schaffte. Er begeisterte Männlein UND Weiblein. Auch wenn der kleine Kerl (oder vielleicht war es auch ein Weiblein?) mit dem süssen Namen Pepper, nicht hundertprozentig seinen Anweisungen gehorchte (man könnte meinen er hätte schon seinen eigenen Kopf) so war es schon beachtlich wie weit die Robotik im Consumerbereich mittlerweile ist. Wirklich zauberhaft frostig war auch die Kunst aus Eis samt einer ganzen Bar gebaut aus schmelzendem Wasser… da schmeckte der Gin Tonic gleich doppelt so gut.

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Auch wenn das Maritim Hotel vom Interior her jetzt nicht meinen Geschmack trifft so glänzte der Bau aber durch Funktionalität. Eine Mega LED Bühne zauberte überlebensgroße Diskokugeln auf die Leinwand, die schon fast an den Todesstern erinnerten und das bei gestochen scharfer Qualität. Auch die anderen Bühnen wurden live und in Farbe bespielt. In den diversen Nebenräumen gab es z.B. Makeup und Haar-Experten, die alle Hände voll zu tun hatten und wenn es nach den Gästen gegangen wäre, auch noch bis nachts um 4 Uhr oder auch ein Roulette Tisch der Spielbank Berlin, bei dem ich alles auf Rot gesetzt habe und leider alles verlor – aber dafür ein tolles Goodybag gewann ;). Auch konnte ich mich dem Massagestuhl nicht entziehen und genoß zehn Minuten Ganzkörperprogramm – das mir beinahe den Schlaf in die geschminkten Augen getrieben hätte.

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Interessanterweise wurde ich mehrfach von Personen angesprochen, ob ich wüsste wo man denn nun die Promis treffen könnte. Nun an dieser Stelle darf man wohl sagen, das die Legenden von heute wohl zu viel Geld für ihr Erscheinen verlangt haben – denn mal abgesehen von einigen wenigen wirklich bekannten Namen aus Wirtschaft, Kultur, Politik, PR, Werbung und Kommunikation waren nur noch Gloria und Icke vor Ort :). Persönlich finde ich auch, das das schon eine ziemlich gute Besetzung ist ;). Leider zog sich die Charity Tombolapreisvergabe so in die Länge das Chaos vorprogrammiert war aber letztendlich kann man wohl ab heute ONLINE schauen ob man was gewonnen hat. Resumierend kann man dem Event sehr wohl eine gute Note geben – allein schon weil es ein wunderbar buntes und bodenständiges Publikum war, die Location funktioniert hat und kleine Gimmicks dem Abend eine schöne Vielfalt gaben. In diesem Sinne … bis zum nächsten Jahr.

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*Clowns können wunderbar über sich selber lachen 🙂

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