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Wasteland Berlin 2012 – Fetischtrash im KitKatClub

oder die berühmten 15 Minuten und ein Drink zum Abkühlen


.. gefühlt die farbigsten Outfits ;-)

Die Wasteland Veranstaltung bringt seit 1994 Fetischfreunde und die die es noch werden wollen, zusammen und gehört sicherlich zu den Großen in dieser Szene. Auf der Webseite liest sich das auch sehr imposant.. aber Worte können immer viel versprechen.. Taten sind das was wirklich zählt. Nun machte ich mich also auf um den Teufel mit drei Goldenen Haaren zu finden .. oder ums anders zu sagen um den Wahrheitsgehalt der Worte zu ergründen. Mit an meiner Seite stöckelte die unfreiwillig sehr luftig gekleidete Tara la Luna, die sich entschloß an diesem Abend Fräulein Rots Po-Theater Konkurrenz zu machen ;-). Das jabs quasi Burlesquetheater for free. 40 EUR Eintritt ist eine stolze Summe für den KitKat Club und für das was dann kam, aus meiner Sicht völlig überzogen – allerdings bin ich wohl nicht so 100% Zielgruppe obwohl es auf der Dresscodeliste heißt: Leder, Uniformen, Latex, Metal, CROSS-DRESS usw…  Na spätestens bei diesem Wort war mir klar das meine Zielgruppe da auch vertreten sein wird. Leider warte ich noch immer auf den großen Break im Kopf derer die sich mit Latex umhüllen, denn die Lieblingsfarbe ist und bleibt SCHWARZ. Schwarz hier.. schwarz da… schwarz als Ganzkörper und als Teilbedeckung. Da schreibe ich seit gut 2 Jahren eine Kolumne die unzählige Designer zeigt deren Lust auf Farbe die Fetischmode revolutionieren müsste und denn das. Haben wir Deutsche einfach keene Fantasie? Oder sind es die adiposen Körperformen die die Wahl auf diese kaschierende Farbe lenken? Ick wees es nicht aber es blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück.


.. wenigstens einer der über sich hinauswuchs :-)

Im ersten Raum dampften unzählige tanzende Körper unter den zweiten Häuten aus Gummi, Leder und Plastik und im zweiten Raum wurde es gerade sehr blutig. Eine Frau hing an diversen Haken die durch ihre Haut gejagt worden waren und wurde hin- und hergeschaukelt, während andere Bühnenakteuere lange Nadeln im eigenen Gesicht versenkten. Nun sowas ist ja bekanntlicherweise Geschmackssache und über Geschmack lässt sich schwer streiten. Das müssen wohl auch die vielen Transvestiten gedacht haben denn ick hab bestimmt 6 mal das berühmte Maid-Outfit gesehen ;-)… Kinders es gibt Millionen von Möglichkeiten – warum denn immer wieder diese ausgeschlutschte Kostümierung? Nun wunderte es mich schon den immer adretten Henry de Winter dort zu treffen und auch Dr. Hirschfeld gab zu meinem Glück sein bestes um den Pool mit ordentlicher Musik zu beschallen. Aus meiner Sicht die beste Platzwahl um ein wenig zu beobachten. Leider wurde mir dieser Genuß nicht lange gegönnt, denn unmittelbar neben mir spielte ein Päarchen ein seltsames Spiel, das ich eigentlich nur von einer üblen Magenverstimmung her kenne. Während er ihr mindestens drei Finger tief in den Hals schob und sie versuchte den Würgereflex zu unterbinden, spielte sich in meinem Kopp ein Szenario ab, das ich jetzt hier nicht weiter beschreiben möchte. Nur soviel… im Film „Stand by me“ wurde es von dem kleinen „Fettarsch“ ausgelöst.

Ich habe mich nun schon mehrfach um einen Event im KitKatClub gedrückt und weiß wieder warum meine Entscheidung in dieser Hinsicht absolut richtig war. Solange Stil, Fashion und Glamour Fremdworte für einen Großteil der Besucher sind, solange sich die Kostümvielfalt auf Dienstmädchen Uniformen und OP Kittel reduziert, solange hängt Berlin meilenweit hinter ähnlichen Events in LONDON oder NEW YORK hinterher. Allein die aktuelle Modenschau der New Yorker „The Blonds“ gibt Hunderte von Idee zu einem herausragenden Outfit aus Latex, Strass, Leder und Federn…. Axxo.. und dann war ja da noch der Dresscode „BURLESQUE“. Leider gab es niemanden der diesem Aufruf gefolgt ist… oder ich hab einfach die Augen zu lange zu gehabt um das „Finger-in-Hals“ Spektakel nicht zu erleben…. in diesem Sinne – auf ein Neues.. eines schönen Tages. Um dem Ganzen aber wirklich gerecht zu werden muß ich dazuschreiben das ich, wie oben erwähnt, die 15 Minuten Anwesendheit nicht überschritten habe.. oder waren es doch 20? Bedanken möchte ich mich trotzdem für die Einladung bzw. den Kartengewinn ;-)

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