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Katharine Mehrling spielt Judy Garland in der Premiere „End of the Rainbow“

oder im wahrem Leben hatten Dorothys Schuhe keine magischen Kräfte

Wenn der Druck des Erfolges nur noch mit Pillen zu ertragen ist und die Leidenschaft für die Bühne mit Alkohol ertränkt wird, dann… ja spätestens dann weiß man, das es Zeit ist aufzuhören, entweder mit den Drogen oder der Bühne. Judy Garland war ein Opfer des frühen Erfolges, ein Lamm das von Wölfen gejagt wurde und offenbar auch eine sehr traurige Frau, wie übrigens viele der Hollywood Sterne vergangener Jahre. Nach ihrem Tod sagte ihre Tochter Liza Minelli, ihre Mutter hätte acht Leben gelebt, das sagt wohl alles über die einstige Dorothy aus OZ aus. Da bin ich froh das ich versuche nur drei Leben zu managen… :-). Nun kann man sich vorstellen das es wirklich große Schuhe sind, die man sich da anzieht, um eine solche Rolle auszufüllen und als ich las das Katharine Mehrling sich dieser Herausforderung stellte…. mal wieder… war mir eigentlich klar… diese Schuhe werden wunderbar passen. Im renommierten Schlosspark Theater im beschaulichen Steglitz Zehlendorf, quasi umme Ecke, begangen wir gestern gemeinsam eine Premiere der großen Emotionen um den tiefen Fall der Judy Garland.

Katharine, die mit ihrer wunderbaren Stimme immernoch zu den Berliner Geheimtipps zählt und schon viele unglaubliche Verwandlungen auf die Bühne brachte, konnte auch in der Rolle der Judy Garland verzaubern, nur das es schlußendlich leider kein OZ war aus dem sie heimkehrte, denn das Leben von Judy hatte kein Happy End. Eindrucksvoll und stimmgewaltig reflektiert sie die letzten Jahre einer viel zu früh verstorbenen Ikone und schlüpft dabei wiedereinmal komplett in diese Persönlichkeit. Mir wird oft nachgesagt, das ich mich gänzlich anders verhalte, wenn ich meine Alter Ego in der Öffentlichkeit präsentiere und ich weiß das immer Teile dieser Darstellungen, wo immer man sie spielt, abfärben. Dabei hoffe ich das mein kommender Halloweenstreich eine Ausnahme von der Regel sein wird ;-). Katharine hat unzählige große Rollen hinter sich, hoffen wir, das das Glas der Persönlichkeiten nicht irgendwann überläuft, wenn ich daran denke, wieviel Arbeit es ist „DER“ Sheila zu sein. (PS. der maskuline Artikel ist gewollt … 🙂 und ein kleenes Dankeschön an die Erfinderin und den Überbringer ) Ich wurde jedenfalls nicht nur gut unterhalten, bekam nicht nur eine tolle Stimme zu hören und durfte mich nicht nur an einem schlichten aber intelligenten Bühnenbild und tollem Ton erfreuen, neee meine Lieben.. ick durfte auch nochmal Judy Garland auf der Bühne stehen sehen, mit all ihren Facetten und Hilferufen und natürlich mit all ihrer unglaublich tollen Kunst. Und das obwohl ich in der Vergangenheit nur knappe 4 Monate gehabt hätte, die echte Judy live zu sehen… so nun dürft ihr googlen um zu kieken wieviel Makeup man braucht um so jugendlich auszusehen *looool*.

Für alle Fans von Katharine brauche ich nicht zu schreiben, das es einmal mehr sehenswert ist was dort im Schlossparktheater auf der Bühne gezeigt wird… sie alle, wie auch unser Bürgermeister, der mir immernoch sympatisch ist – trotz BER 😉 und einige Kollegen aus der Schauspielerbranche, wußten das dieser Abend ein Genuß werden wird. Ich schreibe diesen Artikel für alle jene, die den Namen Katharine Mehrling noch nicht mit großer Schauspielerei, toller Stimme und Gesang in Verbindung bringen und für alle, die sich fragen wo sie in Berlin ein schönes Stück Theaterkunst mit einem Hauch Musical in tollem Ambiente als Vorabendprogramm finden. Die Antwort auf diese Frage ist einfach: im Schlosspark Theater. Im übrigen verbindet mich mit diesem Theater noch eine Kleinigkeit mehr… nämlich der Schlossherr. Auch wenn der weiße Rauschebart ein wenig verrät, das die letzten 30 Jahre nicht spurlos an Dieter Hallervorden vorrüber gegangen sind… schließlich hat er mich auf der Mattscheibe mein halbes Leben lang begleitet… so sah ich noch immer den verschmitzten Blick (siehe Foto) und ein Hauch Nostalgie gepaart mit Gänsepelle umwehte meine gespachtelte Visage (habt ihr schonmal versucht das zu covern … no chance 🙂 ). Für mich ein Grund mehr des öfteren im eigenen Bezirk nach Kultur zu suchen … ich las da was vom kleinen König Dirk Bach 😉 …

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