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Ein ganz anderes Irrenhaus

0der sich immer wieder neu zu erfinden ist Kunst

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Fast zehn Jahre feiert das Froilein Queer nun schon die Irrenhouse Party im Untergrund der Berliner Clubkultur. So lange bin ick zwar noch nicht in ihrer Anstalt der transen-diktierten Partygesellschaft und doch überrascht sie mich immer wieder. Unaufmerksame Menschen würden sagen das es doch eigentlich immer wieder das selbe ist, aber es sind die Details die diese Party anders machen. Eine gravierende und von mir sehr geschätzte Änderung ist die neue Türpolitik. Es wird nicht mehr eingelassen bis der Laden implodiert, sondern es gilt die Devise : First come first serve.

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Wer also früh kommt hat Gewissheit eingelassen zu werden und wird wohl die Show nicht verpassen. Und auch die hatte gestern viel ungewohntes… denn es wurde überwiegend live performt. Leider war die Akkustik im Geburtstagsclub gestern eher bescheiden und so wurde eine Live Perfomance von Maggie Knorr, der dicksten Prinzessin Berlins (ungefährer O-ton Nina Queer), überwiegend vom Halbplayback übertönt. Das Tina Turner Live Performance Debut einer Hamburger Newcomerin namens Daphne war hingegen wesentlich besser ausgesteuert. Sie hatte die richtige Portion Groove und jeder Menge Energie in der Stimme – was willste da mehr. Und dennoch … Irgendwie fehlte mir watt… das konnte auch der letzte Auftritt von ALFIE LEVI nicht ändern. Ich bin ja ein Mensch der solche Experimente zu schätzen weiß… aber die Craziness blieb irgendwie auf der Strecke. Wird unsere Nina Queer jetzt doch Mainstream? 😉 Da konnte auch Mataina mit übergroßen Brüsten und spuckender Bierattacke nix mehr reissen. Also entweder komme ick nu in so’n Alter wo mir Veränderungen dieser Art gegen den Strich gehen 😉 oder es lag daran das ich zuvor schon in den Wühlmäusen eine sensationelle Liveshow sehen durfte… und an dem Abend einfach ein bissl Show-Ideenreichtum statt Livegesang erwartete. Das nun auch digitales WII Entertainment Einzug ins Irrenhouse gehalten hat kann man langweilig finden… aber in der Vielzahl der Partynächte die Nina Queer mittlerweile auf den Buckel hat können ruhig auch man so „normale“ Spielchen spaßig sein… und ick meine wo spielt man schonmal WII bei Subtropischen Umgebungstemperaturen.

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Was am diesmaligen Irrenhouse wieder anders war, waren die unterschiedlichsten Gäste. Von der Jungtranse über die schwule Touristengruppe bis hin zur gestandenen transidenten Person war alles vertreten. Und alle hatten Schweißdrüsen, die sich wie kleine AKWs unter Volldampf produzieren mussten. Es war trotz angewendeter Einlasskontrolle ein wirklich feuchtes Träumchen. Man kann sich vorstellen das das zu einem besonders Makeup freundlichem Klima geführt hat, was an mir allerdings komplett abprallte, da ich schon seit guten achtzehn Stunden bemalt war – da war eh nix mehr zu retten. Also Augen zu und durch 😉 …

VIDEOS gibt es in Kürze auf www.queerlesque-tv.de

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