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Darauf einen Vodka – Kabaret Kalashnikov ist zurück

oder zu Gast bei Mütterchen Russland

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Schon bei meinem ersten Besuch war ich vom Kabaret Kalashnikov sowas von unterhalten, das ich mich verbal mit Lobpreisungen überschlagen habe. Doch wie es immer so ist, der Bonus des unerwarteten federt vieles ab. Umsomehr stieg die Spannung dieses scheinbar improvisierte Vaudeville Theaterstück in neuer Fassung ein zweites Mal zu besuchen. Auch ist es immer ein Risiko wenn man noch Gäste von ausserhalb mitbringt, die sich auf dein Urteil verlassen ;). Nun der Einstieg in den gestrigen Abend verlief dann schonmal nicht so gut wie am ersten Besuch. Laut Ankündigung sollte der Einlass ins Sisyphos um 19 Uhr gewährleistet sein – doch leider standen wir fast eine ganze Stunde vor der naßkalten Tür. Solch Organisation hebt nicht gerade die gute Laune – gerade bei dem momentanen Wetter. Endlich eingelassen vergingen nochmal 45 Minuten bis die zweite Tür endlich geöffnet wurde. Naja… letztendlich haben wir die Arschbacken zusammengekniffen und uns warme Gedanken gemacht.

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Endlich im „Theater“ angekommen stimmte uns die Musikauswahl ziemlich schnell ins kommende Abenteuer ein. Wer auch immer an dem Abend die Intromukke aufgelegt oder ausgewählt hat – das waren wahre akkustische Schätze. Der Vorhang öffnete sich und die Taverna Kalashnikov zeigte sich im alten Glanze. Wieder schlug die Geschichte haken durch Raum und Zeit und wieder gab es Slowmotions von wilden Kneipenschlägereien und hochwertige Artistik auf kleinstem Raum. Das Publikum wurde schnell für die Wartezeit in der naßkalten Nacht entschädigt, denn die Geschichte um die goldene und heilige Vodkaflasche nahm Fahrt auf. Liebevoll inszenierte Requisisten wie ein echter Trabbi auf der Bühne gaben dem Kabarett Kalashnikov wieder den besonderen Überraschungsbonus. Die Charaktere übertrafen sich in der Darstellung zufällig zusammengewürfelter Barbesucher und jeder für sich war große Unterhaltung. Meine drei Favouriten waren der amerikanische Priester, der mit Wortwitz und Perfektion diese verrückten scheinheiligen Bühnenheiler aufs Korn nahm, dann die wohl mit Abstand beste Contortionistin (Schlangenfrau) die ich jemals gesehen habe und natürlich der wunderbare Ferkel Johnson in seiner Rolle als dominanter Barbesitzer.

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Diese Show macht einfach unglaublich viel Spaß, mit und ohne Vodka und das herausragende ist, das die Zuschauer Teil des Geschehens sind. Hier darf lauthals teilgenommen werden und genau das macht das weitgehend junge Publikum. Wem es nach Nahrung dürstet, der bekommt auf dem Sisyphos Gelände auch noch ’ne leckere Suppe oder Pizza, die allerdings statt auf einem Stück Pappe einfach mal in die Hand serviert wird… zuweilen etwas schwierig und ungewöhlich ’ne brennend heiße Pizza einigermaßen in dem Mund zu jonglieren. Nur noch HEUTE habt ihr die Gelegenheit dieses Abenteuer zu besuchen und ich würde Euch empfehlen, den weiten Weg nach Rummelsburg ins Sisyphos  anzutreten, weil ihr sonst GARANTIERT was verpasst. Underground Vaudeville Theater at it’s best !!! Es war wieder eine Nacht voller Polka, Vodka, Tango, Kämpfe, Gottes Wort, Liebe und unglaublich toller Atmosphäre. Danke.

 

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