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Berliner Staatsballett brilliert mit The Open Square in der Komischen Oper Berlin

oder ein elegant reduziertes nudistisches Tanzvergnügen


Foto: Bettina Stöß

Ich bedauere oft das ich noch nicht gelernt habe wie man sich klont… irgendeiner muß mir das endlich mal erklären.. denn so kann es nicht weitergehen. Immer öfter überschneiden sich die sehenswerten Ereignisse und ich muß mich für eins entscheiden. Natürlich versuche ich mein möglichtes das Verpasste immer irgendwie nachzuholen und so ergab es sich, das ich anstatt der Premiere von The Open Square – des neuen Stücks vom Staatsballett Berlin – zumindest in die Sonntagabend Vorstellung reinschauen konnte. Und was ich da erleben durfte war mal wieder ein Feuerwerk der Emotionen. Nicht umsonst heisst es als Leitspruch beim Staatsballett „Du wirst ganz und gar bewegt“.


Foto: Bettina Stöß

Worum geht es. Nun das ist nicht ganz einfach formuliert. Freunde des klassischen Ballettstücks werden wohl eher enttäuscht sein aber Freunde der ausdrucksstarken Tanzkunst umsomehr begeistert sein. „The Open Square“ inszeniert von Itzik Galili zeigt die Tänzer und Tänzerinnen kraftvoll und pur… ohne umschweife wird der Tanz und die Bewegung zelebriert und lediglich mit kleinen feinen Details verwässert. So zum Beispiel schweben Lichter im Raume und werden wie Glühwürmchen von den Aktueren auf der Bühne umgarnt. Eine zauberhafte Kommunikation entsteht, die mich in der Mischung mit der Musik an Stücke des damaligen Hebbel Theaters unter Leitung von Nele Hertling erinnerte. Pure Körperkunst zieht sich als roter Faden durch die abendfüllende Choreographie und auch wenn die Inszenierung „nur“ ca. 75 min und ohne Pause die Sinne betört, so sind es ausgefüllte 75 min. Mit jeder Minute werden neue Bilder erschaffen die der Betrachter noch stundenlang im Anschluß verarbeiten kann… ein bisschen David Lynch meets Pina Bausch. Hüpfende Körper treffen auf Balloontütüs … fliegende Irrlichter treffen auf den Zuschauer der sich als Teil der Inszenierung sieht.. in Form von Fotos die ebenfalls im Raume schweben.


Wer sich dem Tanz verpflichtet fühlt, wer bewegt werden will, wer kraftvolle starke Bilder in sich aufnehmen mag.. oder wer einfach schöne Menschen in Bewegung sehen möchte, für den ist „The Open Square“ ein großes Muß – ein wirklich großes Muß. Für notorische Fans des Nussknackers oder Schwanensee wäre diese Stück eine Bereicherung des Horizonts oder eine echte Herausforderung. Für mich war es ein Genuß… ganz und gar… und gleichermaßen Inspiration. Musik von PERCOSSA, gespielt wird in der Komischen Oper Berlin und die weiteren Termine sind 14 | 19 | 22 | 25 Juni 2012. 29 September 2012, 05 Oktober 2012, 27 November 2012, 02 | 05 | 11 | 27 Dezember 2012, 02 | 11 Januar 2013 – na ick bin mir sicher da ist was für EUCH dabei !!!

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