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Augen auf im Strassen-VERKEHR (3)

oder die plumpen Anmachversuche freilaufender Schwanzdenker.

Felix Club und Restaurant

Unser Abend sollte ja noch lange nicht zuende sein.. bekannt dafür das unser Travestiereisegrüppchen eher selten nur eine Location besucht haben wir uns überlegt welche Location noch die Ehre unserer Anwesendheit verdient *lol*. Irgendwie stand eine „Heterolocation“ zu Disposition damit wir Vicky… Jankas Arbeitskollegin … unbedingt beide Welten vorführen. Nun gut.. Janka hatte was von Lilo Wanders in der Kalkscheune gehört.. und ick hätte schon Lust gehabt zu sehen ob Travestie mit 65 noch vorzeigbar ist *lach* bzw. da ick selber stark auf die Sechzig zusteuere… hätte ich mir gerne Tips geholt welche Spachtelmasse auch die letzte Falte zuspachtelt.

Doch irgendwie konnte sich keiner der Gruppe dann doch für diese Bereicherung des Erfahrungsschatzes  entscheiden (aber wartet mal ab Kinders eines Tages werdet ihr es bereuen *grins) und das Felix kam wieder ins Gespräch. Ick meine das Felix ist irgendwie unberechenbar. Ick hab da schon superlustige Parties erlebt aber auch große Scheiße.. je nachdem wie das Publikum zusammengewürfelt wurde. Kurz nachdem wir einen Parkplatz ergattern konnten und uns zum Eingang bewegten…. konnte sich ein Kerl aus einem Taxi nicht mehr halten…. offenbar hatte er gerade das Felix verlassen und fühlte sich bei dem Anblick unseres Grüppchens dazu insperiert doch noch ein wenig zu bleiben. Er ließ das Taxi 100m hinter uns stoppen, sprang aus dem Wagen und lief uns hinterher, laut rufend wie zauberhaft wir doch aussähen. OK.. bis dahin dachte der Knabe er bekommt heute noch richtig was geboten… *lol*…. und normalerweise reagieren wir auf notgeiles Gelabere nicht wirklich .. aber er war wirklich hartnäckig. Mittlerweile bis auf ca. 20 m an uns herangekommen bat er weiterhin wir sollten kurz auf ihn warten… bis ja … bis ich freundlich und mit höflichen Ton erwiederte was er denn nun wirklich wolle.

Und in dem Augenblick …. FREEEEEZE!… *grins* er stand eine Sekunde wie vom Hammer erschlagen auf der Straße… wahrscheinlich kippte jegliche Vorfreude im Schrittbereich gegen Null.. ach watt sag ick… gegen minus 200… und er konnte nur noch auf dem Ansatz kehrt machen und rannte zurück zum Taxi. Während er das tat, rief er noch laut er hätte uns an den Stimmen erkannt, wir seien ja Männer und es wird wohl nix mit ihm… Hääää… der ist tatsächlich davon ausgegangen das wir vom Fleck weg mit ihm in den Laden gegangen wären…. Manche Kerle halten sich echt für unglaublich unwiderstehlich – nun ich glaube seit Samstag wird er genauer hinschauen…. oder sich eine Sehhilfe anschaffen. Ick könnte da ja ’nen guten Optiker empfehlen…!

Felix Club und Restaurant

Witzigerweise ging diese Art der „Verwechselung“ im Felix weiter. Nicht nur einmal stürmten Typen voller Energie auf uns zu…  um in ca. 2 m Entfernung ruhig zuhörend stehen zu bleiben… umzudrehen und enttäuscht abziehend das Weite zu suchen. Und immer dann wenn wir mal nicht den Schnabel aufgemacht haben… haben sich sogar Kerle angemaßt einfach mal anzugrabschen… dazu kann ick nur sagen… Mädels ihr tut mir echt leid. Wenn ick mir vorstelle wie oft ’ne Frau auf einer Party so angegraben wird und ziemlich wahrscheinlich durch die permanenten Versuche der Anmache irgendwann resigniert den Laden verläßt… dann frag ich mich ob ich nicht ganz froh bin mit tiefer Stimme zu sprechen und 6,5 Tage voll und ganz Bartträger sein darf…. *grins*… obwohl ick wees das manche Girls es auch drauf anlegen oder einem ziemlich auf den Sack gehen können. Sowas haben wir nämlich an dem Abend auch getroffen…. ein einmetervierzig großer Kampfzwerg… anfangs ganz nett entpuppte sich ihr Mundwerk als 4 mal so groß wie sie selber und sie redete mich fast schwindelig… so sehr das ich gar nicht merkte das mein Reisetrüppchen sich heimlich verpisst hat um mich mit dem Huhn alleene zu lassen….

Anschließend wurden noch kurz vom DJ… der übrigens sehr nett war… gebeten für die verbliebenden Massen zu posieren ;-) und sind dann gegen 5:30 Uhr in den Sonnenaufgang nach Hause gestöckelt. Nicht ohne dem goldenen M wiedereinmal einen Besuch abzustatten… ick gloobe ick werde wohl den Rest meiner Travestiekarriere damit leben müssen *heul* wobei ich am Rande bemerken möchte das der neue KrabbenBurger Shrimp Lemon zwar gänzlich anders aussieht als auf dem Foto – aber gar nicht schlecht schmeckt….

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QUEERLESQUE Mag ist das Magazin für Kultur und Burlesque Lebensart aus Berlin. WIr möchten einen subjektiven Überblick über die Vielfalt der Kultur in Berlin und Deutschland vermitteln. Internationale Burlesque Events und Vaudeville Kultur stehen dabei genauso im Fokus wie Travestie und jede Art der queeren Abendunterhaltung. Seit 2006 findet ihr hier gut gemeinte Ratschläge, kulinarische Tipps und Entdeckungen aus meinem bunten Berlin :)
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