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25 Jahre Luxus am Lützowufer im Hotel Esplanade Berlin

oder ein Viertel Jahrhundert sollte man schon ordentlich begießen…

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Das Hotel Esplanade gehörte eigentlich schon immer zu den besten Adressen Berlins, wenn es darum geht besonders schön zu nächtigen. Ja selbst ich, als echte Berliner Pflanze konnte es mir nicht verkneifen, dort einmal zu verweilen. Und damals war es für mich ein echtes Highlight mit Candlelight Dinner und allem PiPaPo !! Abgesehen davon war Harry’s New York Bar immer schon eine schöne Adresse für einen gepflegten Cocktail im Vorabendprogramm. Das war schon immer so… zumindest gefühlt schließlich bin ick im Westen groß geworden. Und wenn so eine legendäre Übernachtungsburg an Berlins Kanale Grande jubiliert, dann gilt es sich aufzurüschen und mitzufeiern. Dabei fiel mir schon beim Betreten des Geburtstagkindes auf, das ich schon ewig nicht mehr am Lützowufer war… und auch wenn ick mir an den chlorhaltigen Begrüßungsduft jetzt nicht so richtig erinnern konnte, das schöne Open Air Ambiente im Vorhof des Hotels war nicht vergessen.

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Die Weltpresse unter sich 🙂

Es wunderte mich ein wenig, das ich wenig bekannte Gesichter sah und jenen die ich kannte, stand etwas Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Warum wurde mir erst klar, als ich mich mal zum Buffet durchschlug. Also 25 Jahre ist ja nun eine echt runde Sache.. da sollte man es mal richtig krachen lassen, auch im Zeitalter knapper Kassen und erst Recht wenn man nun mit so viel High Class Konkurrenz im Hotelgewerbe in Berlin zu kämpfen hat. Es gilt einen Eindruck zu hinterlassen und der war gestern im Hotel Esplanade, zumindest kulinarisch, unter dem Niveau. Currywurst und Bouletten sind zwar eine Berliner „Delikatesse“ und waren zur Bread & Butter vor 1,5 Jahren auch ausgesprochen hipp.. aber aus meiner Sicht ein Armutszeugnis für ein Sternehotel. Gerade weil man sich doch zu so einem Anlass mal einem breiteren Publikum vorstellen kann, sollte man etwas mehr Exklusivität präsentieren.

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Mr. Frankenfurter war heiß begehrt an dem Abend…

Nun soll man den Abend nicht allein aufs Essen reduzieren, auch die wortgewandte Barbara Schöneberger, die den Abend moderierend begleitete, wurde irgendwie schwierig in Szene gesetzt. Zu voll und vor allem zu rücksichtslos ging es vor der Bühne zur Sache. Hier wurde geschubst und gedrängelt wie auf dem Hauptbahnhof beim Einfahrt eines Ersatz ICE Zuges. Sei’s drum.. der Abend im Esplanade hatte auch spannende kurzweilige Momente im Gepäck. Ein wenig bekam man den Eindruck das alle Anwesenden auf irgendetwas warteten, denn jeder verabschiedetete sich nach ein paar Sätzen immer auf der Suche nach noch besseren Gesprächspartnern. Die Pressefotografen waren etwas „angepisst“ das ihnen die Fotografie im Gebäude verwehrt blieb und ich… tja… ich suchte mir ein paar nette Menschen zum Smalltalk unter ihnen Frank Zander. Wenn ich Euch jetzt noch erzähle das der Gute damals, also in Oberschulzeiten schon einen vorgezeichneten Weg als Entertainer hatte, dann spreche ich aus überlieferter Erfahrung, denn niemand geringeres als meine werte Mamutschka teilte die Schulbank mit ihm. Die Welt ist ein jaaaanz kleenet Dorf. Auch Herr Bürgermeister a.D. Diepken bekam wiedermal ein Bühne wie viele andere Sternchen aus dem Showbiz. Ich benutze bewußt nicht Stars.. denn die hat man gestern irgendwie vermißt… wobei… von weitem leuchteten glosslackierte Schlauchboote von Frau Rowe 😉 …. Das Grand Hotel Esplanade kann es gastronomisch besser, soviel ist sicher und um das zu beweisen werde ich wohl in Kürze nochmal incognito dort Essen gehen und sehen ob die Küche auch RICHTIGES Essen auf den Tisch zaubern kann. Wäre doch gelacht wenn der ehemalige West-Luxus Tempel nicht mit den Standards des neuen Waldorf-Astoria, der Küche im Ritz-Carlton oder dem Meeresfrüchten des unweit gelegenen Wyndham Hotel konkurrieren könnte… ditt kann ick einfach nicht akzeptieren.. denn ick bin ja wie anfangs erwähnt ’ne Wessitrulla *loool*.

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Na und dann jabs ja noch einen krönenden Abschluß: Liebe Berliner Taxifahrer, nicht jedesmal wenn ein Fahrgast zu Euch ins Auto steigt, habt ihr das Glück, auf einen fetten Fisch, der ans Ende der Stadt will. Manchmal geht einem eben eine kleine Makrele ins Netz, die dann zuguterletzt doch sehr gut schmecken kann, wenn man sich nicht anmerken läßt, das ein Fahrt um die Ecke, unter dem Niveau ist.

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