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24. BZ Kulturpreis 2015 in der Komischen Oper

oder mein Ausflug in die Boulevard Welt

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Der BZ Kulturpreis… ach jaaaa… bevor ich über dieses Erlebnis von letzter Woche berichte, möchte ich klarstellen, warum ich dort eingeladen wurde und warum ich SEHR GERNE dort erschienen bin. Die BZ ist eine Zeitung, die in Berlin trotz Internetsause eine hohe Aufmerksamkeit hat und damit Menschen erreicht, die nicht im Kerker der sozialen Netzwerke hocken. Sie ist einfach und polemisch … und die Welt ist leider zu oft GENAU SO. Jetzt kann man streiten, ob man das mittragen will oder nicht. Fakt ist – ich war neugierig und wurde nicht enttäuscht. Einerseits war ich gespannt was passiert, wenn mein geladenens männliches Alter Ego plötzlich als Trulla am Entree in der Komischen Oper steht, andererseits war es eine gelungene Abwechslung zu diesem zumeist oberflächlichen Moderummel. Aber was soll ich sagen… es war so unglaublich entspannt am Eingang. Ich hatte da schon gaaaaaaanz andere Erlebnisse – wenn ich daran denke wie beschissen, die Ziege von Mont Blanc im Spindler und Klatt war… Gruselig!

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Diesmal musste ich nicht lange überlegen, wer an meiner Seite diesem Event beiwohnt. Gerade wenn es darum geht, allein durch Anwesendheit ein politsches Statement abzugeben, fällt mir IMMER nur eine Person ein. Gloria Viagraaaaaa… mit mittlerweile knapp 30 Jahren in der Travestie gehört Sie definitiv zu den Urgesteinen der Neo-Travestie in Berlin. Sie hat Kultur in Berlin maßgeblich mitgeprägt und so war es auch nicht wunderlich, das wir gleich bei der Ankunft von einem etwas verwirrten Reporter gefragt wurden, was wir denn mit dem Preis machen? 🙂 … Immer wieder ein Fest wie sehr die Herren der blitzenden Knipserkunst informiert sind… wobei ich glaube, das die Schnellebigkeit es ihnen auch nicht einfach macht. Heute ist ja jeder ein Star, der in einem drittklassigen Sender ’ne Nebenrolle hat…. Nun ja.. kommen wir mal zurück zum Kulturpreis der BZ. Dieser Preis wird subjektiv vergeben.. bedeutet also intern. Die BZ sucht sich die Preisträger einfach aus und diesmal waren es eben so Kulturikonen wie NENA oder aber das Musical „Hinter dem Horizont“. Absolut OK aus meiner Sicht. Auch die Intendantin des Maxim Gorki Theaters Shermin Langhoff und der Haus und Hofkönig der Komischen Oper Barry Kosky sind würdige Preisträger.

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Die Komische Oper glänzte wiedereinmal als Haus voller Gegensätze. Ein buntes Potpourri an klassischer und Gegenwartskultur wurde auf der Bühne abgefackelt und von der elfenartigen Meret Becker moderierend zusammengefügt. Der grandiose Papierkünstler Ennio, klassisches Ballett, eine Hundedressur (warum das jetzt so in Mode ist, weiß ich wirklich nicht) und vieles mehr wurde geboten. Und wenn mal die Stagecrew gepennt hat.. packte die gute Meret einfach selber an.. „so is ditt eben in Balin“. Und dann musste ditt Kult-Gör aus Ost-Berlin ran. Nina Hagen mag zwar eine Ikone der Ost-West Geschichte sein – ob man allerdings seine Liedtexte mehr oder weniger unvorbereitet ablesen muß wage ich zu bezweifeln. Genuschel und Geschreie gehören für mich einfach nicht mehr auf die Bühne – egal wie berühmt jemand ist. Als Walter Momper dann noch ein wenig über Udo’s Musical frotzelte erwartete ich eine schlammschlachtartige Gegenwehr – doch nix da…. alles blieb entspannt. Überhaupt verlief der Abend sehr relaxt… bis zum Schluß… denn der gebuchte DJ verstand es leider nicht die Massen auf die Tanzfläche zu lotsen. Teilweise hatte ich das Gefühl überhaupt keine musikalische Untermalung bei der Aftershow „Party“ zu erleben.. Sei’s drum.. mit Nena, Barry, Udo und Frank Zander zu plaudern war viel lustiger…

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Die BZ Kulturpreisgala war nach 3 Tagen Fashionweek eine gelungene Abwechslung mit einer wunderbaren Begleitung, tollen Begegnungen und vielen Gläschen Champagner. Schließlich lässt sich das Blatt nicht lumpen.. obwohl… der Catering Service sollte doch überdacht werden. Angetrocknete Nudeln im Glas sind einfach keine kulinarische Herausforderung – sondern eine Speise für das Dschungelformat „ich bin ein Star lasst mich hier nie wieder raus“….

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