Mo. Okt 21st, 2019

Vor- und Nachgeplänkel der Teddy Filmpreis Gala 2010

oder damit man sich mal ein Bild machen kann welche Vorarbeiten solch  ein Event fordert und was unter Umständen bei raus kommt

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Jedes Jahr gibt es Veranstaltungen die es unbedingt zu besuchen gilt. Nicht umsonst bewegen wir uns in der queeren Community, da sollte zumindest auch ein Auge auf queere Kinostreifen geworfen werden. In dem Fall der Teddy Gala 2010 bedeutet das Wochen vorher zumindest drüber nachzudenken was denn angemessen wäre, um es auf dem roten Teppich der Gala zu zeigen. Die Gedanken drehten sich dabei um vielerlei Roben, doch letztendlich muß man sich ja wohlfühlen und wer möchte sich schon verkleidet fühlen *lol* …

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Ein passendes Kleid fand sich in dem  wundervollen Suicide Glam Shop, geschneidert von Amerikas PinUp Schneiderei Stop Stearing, doch die Wahl des Abends verlangte nach Ergänzungen. Passendes Schuhwerk, Accessoires, Frisur und mehr mußte gefunden werden. Wie immer wurde das Internet vergewaltigt und Bücher gewälzt um den Look zu komplettieren. Genau darum geht es letztendlich, suchen, kombinieren und als gut gemachtes Patchwork Unikat wieder zu erstrahlen.  Dazu gehört natürlich auch eine Roter Teppich Frisur. Und wer wenn nicht einer der besten Köpfe von Udo Walz käme da in Frage… wenn man Janka so zuschaut wie jede einzelne Strähne geformt wird kann man sagen da hat jemand Spaß am Beruf.

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Aber auch die Accessoires müssen irgendwo her kommen. Und da es immer etwas mühsam ist die weltweiten ebays zu bearbeiten, alleine das Warten im Zoll nervt total, “verpfichtete” ich mal wieder eine Berliner Künstlerin die weiß wie Frau mit Nadel und Faden umgeht. Egal ob Schiffchen, Korsettapplikationen, Hütchen, Tornüren oder ganze Kostüme – mein Lilienstern findet immer eine wunderbar stylische Lösung für den perfekten Auftritt. So auch diesmal…

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Wie immer startete unsere Expedition auf den roten Teppich viel zu spät…. aber wie sagt man so schön die späten Gäste sind die besten ;-) Nun in den Fall war es leider nicht so… mal wieder haben wir sämtliche Presseheinis verpaßt und mal wieder wurde uns ein Platz in der letzten Reihe zugesprochen, obwohl meine Karte eigentlich ein Plätzchen viel weiter vorne versprach, quasi irgendwo zwischen Hella von Sinnen und Klaus Wowereit *lol*. Ditt is dann mal wieder die Bestätigung das all die Sprichwörter echt für’n Arsch sind… denn in diesem Fall sind die letzten nicht die ersten sondern tatsächlich die letzten. Watt’n Glück das es riesige Leinwände gab die einem zumindest den Eindruck vermittelten vor Ort zu sein… bzw. zumindest die Frisur der Laudatorin zu erkennen… denn irgendwie kam ick mir vor wie bei Robbie Williams im Olympiastadion.. wo ein stecknadelgroßer Typ ins Mikro sang und wir den Eindruck hatten im Konzert zu sein… aber auch nur weil neben uns noch 80.000 andere waren. Nun ja … die Teddy Gala hat sicherlich einen hohen Stellenwert und viele geladene Gäste brauchen auch diesen hochoffiziellen Teil.. aber Kinders… wenn ick nicht einen riesigen Dutt hinten am Kopp gehabt hätte ick wäre bei der ein oder anderne Rede knallhart nach hinten gekippt und hätte angefangen zu schnarchen. Nee… kann man machen – muß man aber nicht. Der Grund meines Besuches bei dieser Teddy Verleihung war eigentlich auch nur JOEY ARIAS.

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Und in der Sprache unseres Bürgermeisters zu bleiben, der im übrigen eine feurige Rede zum Bestand dieser Veranstaltung hielt, das ist auch gut so, das zumindest ein Superstar dort anwesend war. Und genau dafür halte ich seit kurzem den wunderbaren Joey… war ditt jetzt zu viel geschleimt?? Mnnhh… och nee.. geht schon. Ansonsten kann man sagen stand der Aufwand unserer Darstellungskunst in keinem Verhältnis zum Spaßfaktor des Abends. Janka hat sich fast die Beene gebrochen, der Allohol kostete unwahrscheinlich viel Geld (offenbar aber nicht für alle – manche waren auch ganz schön von Sinnen *lol* ) … und so richtig in Fahrt kam die ganze Schose da auch nicht. Ich zumindest werde das nächste Jahr zweimal nachdenken ob es Sinn macht… außer ick dreh zwischenzeitlichen ‘nen Film… der dann als Beitrag eingereicht wird.. zufällig den Publikumsjoker bekommt und ich auf der Bühne sagen muß: Ich danke meiner Mama für die Gene meiner Beine … *lol* … und meinem Papa für das lichte Haar – ditt kostet ein Vermögen…