Dienstag, 5. Juli 2022

Österelli – Schnitzel in Berlin Geheimtipp

oder besser geht wirklich nicht… Österreichische Küche in der Hauptstadt

Schwer zu finden ist es – weil es von Außen eher unscheinbar ist. Corona hat den Machern vom Österelli quasi die Aussenbeschriftung verhagelt und dennoch, die Suche hat sich gelohnt. Nicht nur wegen dem hervorragenden authentischen Essen, das die wirklich kleine Küche zaubert, sondern auch wegen dem unglaublich netten Personal und dem extrem flexiblen Chef. Doch mal von Anfang. Mein erster Besuch war verbunden mit einer Gala im Schillertheater – gleich gegenüber. Die Zeit war knapp und der Hunger groß. OK ich hätte auch warten können und mich mit einer Brezel und viel Sekt befriedigen können aber irgendwie war mir nach Schnitzel. Im übrigen eines der wenigen Fleischerzeugnisse, das ich mir ca. einmal im Monat leiste. Eigentlich hat meine Liebe zu Fleisch tatsächlich in 2020 ein jähes Ende genommen aber das ist eine sehr unappetitliche Gesundheitsgeschichte.

Nun saßen wir draussen vor der Tür und wenn ich ehrlich bin hab ich nicht viel erwartet und das obwohl die Kritiken in den Netzwerken durchweg positiv sind. Den Zeitmangel kompensierte der grandiose Koch und servierte uns ein äusserst leckeres, knuspriges und superdünnes Kalbsschnitzel mit allem was dazu gehört. Vor allem die Preisselbeersauce gibt es ohne nachzufragen automatisch mit dazu. So lieb ich das. Natürlich ist auch der Veggie Vertreter absolut auf seine Kosten gekommen, denn nebem Hähnchenschnitzel (das natürlich nicht Veggie ist) gibt es auch superleckere Sellerieschnitzel und jede Menge handgemachte Knödel. Der erste Besuch war also ein voller Erfolg und weil ich immer auf Nummer sicher gehe bevor ich hier meine Lobeshymnen rausblase mußte ein zweiter Versuch den ersten bestätigen. Ich lud also ein zweites Mal ein als mich meine Wege mal wieder ins Schillertheater trugen zur Premiere von Gayle Tufts, diesesmal mit deutlich mehr Zeit zum geniessen. Schon beim eintreten wurden wir herzlich begrüßt und einmal mehr von der Qualität des Schnitzelbackens überzeugt. Aber das war nicht genug… natürlich wollten wir auch eine weitere Spezialität aus unserem Nachbarland testen und liessen uns auf einen Kaiserschmarn ein. Was jetzt kommt meine ich nicht nur so… ich muss es auch mit fettem roten Marker unterstreichen. DAS war mit Abstand der leckerste und frischste Schmarn den ich jemals essen durfte. Das Österelli gehört für mich zu Berlins besten Schnitzeleien, wenn es nicht sogar DIE Beste ist. Wer meinen Blog über die Jahre… oder ja nun schon Jahrzehnte verfolgt… der weiß das ich immer ein großer Freund des flachen Kalbfleisches war und auch trotz meiner Abkehr vom Fleisches noch immer bin. Wer mehr wissen will sollte einfach mal auf https://www.oesterelli.com/ nachschauen und schnell einen Restaurantbesuch terminieren.