Mo. Jan 20th, 2020

Kamikaze Queens im Berliner Clash Club

oder ein bisschen Punkrock, ein bisschen Billy, ein bisschen Cabaret und ganz viel gute Laune

blog_kamikaze_queens03

Es sollte ein ungewöhnlich deprimierender Start in den Samstagabend werden, denn zwei leere, korsettierte Mägen auf überhohen Stelzen rebellierten gegen ihre Besitzer, während diese in der Weltmetropole Berlin versuchten etwas Nahrung zu erhaschen. Doch in Berlin scheint es selbst in Touristengegenden wie Prenzlauer Berg keine Mitternachtsschicht mehr zu geben. Die Restuarants schienen schon um 23 Uhr Feierabend zu machen… ach watt sag ick .. es war Viertel vor Elf…gräßlich… in den südlichen Ländern kommen da meist die ersten Gäste *kopfschüttel*. Egal. Die Mägen wurden letztendlich bei Monsieur Vuong befriedigt.. schnell und unglamourös.

blog_kamikaze_queens

Immerhin gaben die Nahrungsverwerter danach Ruhe und konnten die Reise in den Clash Club nach Kreuzberg antreten, indem an diesem Abend ein buntes Publikum, im wahrsten Sinne des Wortes, schon seit 9 Uhr auf den Auftritt der Kamikaze Queens wartete. Und es schien an diesem Abend so als würde jede Menschenmenge eine gewisse AKW Eigenschaft innehaben.. nämlich die Orte aufheizen bis zum umfallen … das warten hat sich trotz der gefühlten 38°C Innenraumtemperatur gelohnt. Für Frau Kroft allerdings ein Horrorszenario, denn kaum ein Echthaar-Frisuren-Look widersteht den feuchtwarmen Temperaturen des Souterrain/Kellerclubs Clash, wobei das ebenfalls für den anschließenden Besuch im Kino International galt. Die Kamikaze Queens betraten in dem Augenblick die Bühne in dem wir dort aufschlagen und schon beim ersten Klang aus dem herrlichen Baß sprang mein RocknRoller Herz in die Luft. Vergessen war die Hitze und es blieb nichtmal richtig Zeit um Freunden wie den Crimsons richtig zu begrüßen.

blog_kamikaze_queens_bilderblog_kamikaze_queens_bilder02blog_kamikaze_queens_bilder03
blog_kamikaze_queens_bilder04blog_kamikaze_queens_bilder05blog_kamikaze_queens_bilder06

Denn Trinity und Mad Kate hatten mich gleich beim ersten Song. Sowohl die Show als auch die Musike war so wunderbar vielseitig und die beiden Mädels auf der Bühne eine Mischung aus David Lynch Charaktere und Chucky die Mörderpuppe… aber im positiven Sinne. Irgendwie schräg genial bis zu völlig abgedreht passten auch die restlichen Musiker Luscious Lloyd am Bass, Tex Morton an der Gitarre und Lipps an den Drums ins Bild.. letzterer war leider etwas mäßig ins Bild zu bekommen. :-) … Während eine der beiden Mädels den Song zum besten gab, kletterte die andere wild an den Pfeilern des Clash Clubs rum… und gab lasziv eine Mini-Burlesque Nr. zum besten… um dann gleich wieder in die Menge zu springen, abzutanzen und per Hechtsprung über die Box wieder auf der Bühne zu landen… Ick sag mal…. ROCKnROLL meets Punkburlesque mit Hang zum Suizid und der Einstellung: Wenn ick schon dahinscheide nehme ich noch drei bis vier mit… (letzteres ist natürlich nur sprichwörtlich.. !).. kurzum es war soooo genial.

Diese Band hats mir einfach mal wieder richtig besorgt.. es war zu keinem Zeitpunkt irgendwie eine Choreo zu sehen und nun weiß ick wieder was mich an den großen inszenierten Konzerten der Megastars öfter mal langweilt… denn der wahre RocknRoll findet in Läden wie im Berliner Clash statt und mit Gruppen wie die Kamikaze Queens. Im übrigen kommen die Queens am 4. September ins Wild at Heart…. also alle die gestern das Konzert verpeilt haben…. DAS IST EIN MUSS… weil einfach genial!