Dienstag, 17. Februar 2026

Jesus Christ Superstar Premiere im Flughafen Tempelhof

oder eine herausragende Kulisse trifft auf eine spektakuläre Rock-Oper

Ein Glück das es Frank Wilde gibt, den Kostümdesigner der Promis und ein wirklich lieber Mensch auf dem ich sogar liegen durfte. Aber nicht was Ihr jetzt denkt sondern nur für die Kunst. Denn der liebe Frank war Teil eines grandiosen Shootings das ich anläßlich meiner ersten Show verwirklicht habe. Aber ich schweife mal wieder ein wenig ab… denn ohne Frank hätte ich die Premiere mal wieder verpeilt bzw. wahrscheinlich erst hinterher davon gelesen. Doch dank seiner Erinnerung folgte ich der Einladung und besuchte endlich mal wieder den Flughafen Tempelhof, den ich vorher immer durch meine Besuche im Silverwings auf dem Schirm hatte. Was für eine Kulisse und was für eine Geschichte. Da standen schon beim Eintreten durch die Unterführung alle emotionalen Hebel auf “ich kann es nicht erwarten”. Die Geschichte von Jesus Christ Superstar war mir natürlich bekannt und ich glaube der Film von 1973 habe ich mindestens einmal mit vielen Freunden in sehr seeeehrrrrr geselliger Runde geschaut doch niemals zuvor als Theaterproduktion genießen dürfen. Nun endlich war es soweit.

Schon beim Betreten der Halle nahm der Charme der stählernden Sitzplatzkonstruktion und der manegeartigen Bühne voll und ganz von einem Besitz und das riesige beleuchtete Kreuz in der Mitte der Bühne ließ die Spannung noch größer werden. Fast pünktlich startete das rund 100minütige Spektakel und fiel gleich mit der Tür ins Haus. Hunderte Schauspieler schwämmten auf die Spielfläche und liessen teilweise keine Blick mehr auf den Boden zu. Eine aus Menschen geformte wabernde Masse die mich sehr sehr beeindruckte und deren Wirkung unvermeidbar war. Die Bilder die während des Abends sich in meinem Kopf einbrannte werden noch eine Zeit darin verweilen.. aber nicht nur mir ging das so… auch meine geliebte Frau, die sich normalerweise nicht so für Muscials erwährmen kann, hatte Probleme Ihre Contenance zu wahren . Zu stark waren die Bilder, der Gesang, die Emotionen die von der Bühne ins Publikum schwappten. Mein absolutes Highlight lieferte Jörn Felix Alt mit seinem Auftritt als Herodes. Opulent und frech, gewaltig und überragend nahm er sich die Bühne und zauberte eine Cabaret und Zirkusatmosphäre in den alten Hangar wie ich es sonst nur von Reuben Kaye gewohnt war. Auch wenn er mich damals schon in YMA begeistert hat so war ich diesesmal schlichtweg vom Hocker gehauen.

Mein zweites Highlight der Rock-Oper waren ganz eindeutig die Kostüme der vielen vielen vielen …. ja sehr vielen Statisten und Hauptakteure, die von niemand geringerem eingekleidet wurden, als von dem einzigartigen Frank Wilde. Rollenspezifisch aber mit sehr aktuellen Details und einem grandiosem roten Glitzerkleid der Maria Magdalena… Weltklasse!

Die Komische Oper Berlin erschafft mit dieser Produktion einmal mehr eine unglaubliche Theater Welt in einer komplett untypischen Umgebung, überschreitet Grenzen und zaubert einem Bilder im Kopf die unlöschbar sind. Keine flachen und langweiligen Momente oder oberflächliches Gehabe wie nahezu alle TV Kanäle zur Zeit ausspucken sondern emotionsstarke und bewegende Augenblicke. Danke für die unglaubliche Zeit deren einzige Herausforderung der Plastikstuhl war auf dem ich saß und das auch nur weil ein Korsett und eine flexible Rückenlehne in dieser Welt keine Freunde mehr werden :) Am 9.10. gibt es noch eine Zusatzvorstellung mit Restkarten… alles andere ist restlos ausverkauft. Aber immerhin werde ich am 17.10. schon wieder einer Premiere der Komischen Oper beiwohnen und freu mich La Cage aux Folles von Barrie Kosky ein zweites Mal zu erleben.

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