Sa. Nov 28th, 2020

Hasty Pudding Theater Award 2010

oder statt Globe, Grammy und Oscar – lieber eine goldene Puddingschüssel

blog_hastypudding
Mit freundlicher Genehmigung von George Weinstein

Gerade im Frühjahr jedes Jahres werden die Medien hier in Good Old Germany mit den Glamourschlagzeilen der großen Preisverleihungen überschwemmt. Das auszeichnungshungrige Volk will die Stars und Sternchen sehen, die um die berühmten Auszeichnungen buhlen… nicht selten kann solch ein Award auch grundlegende Karrierezuwächse bedeuten. Die Musikbranche zelebriert den Grammy, den MTV Music Award… während Hollywoods Filmbranche mit den Golden Globes und natürlich der OSCAR-Verleihung die ganze Welt in Atem hält…. naja nicht die Ganze… nur die sich auch solche Fernsehbilder leisten können… egal. Doch hier in Deutschlang kennen wohl die wenigsten die traditionelle alljährliche Hasty Pudding Verleihung… und auch wenn die Verleihung der begehrten Trophäe erst nach den Oscars eingeführt wurde, so hat diese Theatergruppe eine deutlich ältere Tradition.

1795 wurde die Studententheatergesellschaft an der Universität Harvard ins Leben gerufen und führte von Kursteilnehmern selbstgeschriebene und -komponierte Musicals auf, die beinahe Profistatus erreichen. Da nur Männer zugelassen wurden, es aber auf der Bühne nicht ohne das weibliche Geschlecht ging, durften die gestandenen Herren ihre schauspielerischen Leistungen oft auch in Frauenkostümchen ausleben. Und das ist bis heute unverändert, auch wenn Frauen mittlerweile eine wesentlich Rolle als Autorinnen, Komponistinnen, im Orchester und als Verwaltungshelferinnen spielen, so bleibt die Bühne den “freiwilligen” Travestiestars vorbehalten.

Da verwundet es auch nicht das zur alljährlichen Verleihung, nebst Parade und allem was so eine Veranstaltung benötigt, die Travestie einen wesentlichen Bestandteil bildet. Dragqueens, Transen und kostümierte Männer wohin das Auge reicht. Die diesjährige Gewinnerin Anne Hathaway ist dabei in bester Gesellschaft und sich diesem Preis zu entziehen wäre ein Verbrechen, bei all den berühmten Vorgängerinnen. Namen wie Glenn Close, Cher, Anjelica Houston, Jane Fonda, Liza Minelli und Katharine Hepburn zieren die Liste der Gewinnerinnen – und wer will da nicht gern eingereiht werden !!! Wir reden hier ja nicht von einem läppischen TV-Preis, den man gerne mal so im Öffentlich-rechtlichen ablehnt, wie einst Marcel Reich-Ranicki… *lol* … Ok.. vielleicht lags auch daran das ihm Herr Gottschalk den Preis überreichte *lol* … mit der Dauerwelle war er wohl überfordert ….

http://www.youtube.com/watch?v=YmY1umQREmU