So. Sep 22nd, 2019

Für eine Hand voll Dollar…

oder eine kleine Anweisung zur Nächstenliebe…

Nach all dem Promizeuchs mal wieder watt von tief unten …. Der Berliner Bezirk Zehlendorf gehört zu den Vorbildern der Nächstenliebe… jeder einzelne Überdurchschnittsverdiener im Süden der Hauptstadt spendet vom Herzen gern und viel. Genau das wird der nette Mann mit der MOTZ in der Hand, der auf der Potsdamer Chaussee Ecke Clayallee steht, sehr gerne bestätigen, wenn man ihm die Flinte an die Schläfe hält. Ich fahre nunmehr schon seit einiger Zeit diese Strecke und es bleibt nicht aus das die Ampelschaltung mich zum völligen Stillstand verdonnert. Dann passiert es… ein freundlicher, südländisch aussehender Mensch bietet einem die MOTZ an. Die Zeitung die denen hilft die noch nicht aufgegeben haben und versuchen aus der Not eine Tugend zu machen. Die Stelle die der Mann wählte ist strategisch gut gewählt, da es an dieser Kreuzung immer wieder Stau gibt und in der Regel viele Autos notgedrungender Weise anhalten müssen :-) – den ein Signal verdonnert sie dazu… zumindest die meisten ;-)

Doch immer wieder sehe ich die Ignoranz hinter den hochgekurbelten Fensterscheiben. Menschen die bewußt angestrengt telefonieren oder mal eben die Schnürsenkel binden müssen. Die Abartigsten sind aber jene die sich durch die Anwesendheit gestört fühlen und auf ihrem Hodenbräter-Sitz im warmen Auto blöd mit den Armen rumfuchteln um mitzuteilen das sie bitte nicht belästigt werden wollen weder von seiner Armut, noch durch die Kälte. Und jetzt wirds kalt – heute war es ARSCHKALT – wenn ich das mal so sagen darf… also gebt Euch einen Ruck. Ihr die es wohl besser getroffen habt, in den dicken Sprittschleudern und die Strecke fahrt, kommend z.B. von der AVUS und fahrend auf der Potsdamer Chaussee in Richtung Clayallee… dann legt 2 – 3 EUR bereit (gern auch mehr)… öffnet das Scheiß Fenster und nehmt Euch eine MOTZ mit. Erstens ist das ein interessantes Blättchen und zweitens hilft es… einer arbeitsamen und bedürftigen Seele.