Donnerstag, 1. Dezember 2022

est. Restaurant Berlin – Lateinamerika trifft Japan

oder ein gelungener Versuch der Fusion

Gute japanische Küche hat meistens nur bedingt mit den Sushi Lieferdiensten der Stadt zu tun. Im Gegenteil – ein Großteil der Sushischmieden ist nicht mal mehr in japanischer Hand. Umsomehr bin ich immer auf der Suche nach herausragenden Fusionen. Bei Restaurant “est.” in der Meinekestrasse 20 in Berlin bin ich tatsächlich wieder fündig geworden. Eine wunderbare Karte voller kleiner japanischer Tapas zum teilen erwartete uns und dazu eine kleine aber feine Auswahl an Sake, dem flüssigen Gold. Natürlich müssen sich die meisten dieser Fusionsküchen immer von mir mit dem Sticks’N’Sushi bzw. dem Funky Fish messen lassen aber letztendlich misst man doch immer neues an bekanntem … ob nun in Hollywood oder in Berliner Restaurants.

Aber kommen wir mal zum wesentlichen – dem Restaurant. Fast am Ende der Meinekestrasse liegt das mittelgroße und sehr geschmackvoll gestaltete Restaurant. Beim Eintreten wird man gleich von der gesamten Kochgarde begrüßt, die zumindest nach Augenschein Spaß an ihrer Arbeit hat, denn die Stimmung schien hinter dem Tresen sehr locker zu sein. Im Gegensatz zur Bedienung die irgenwie angespannt und wahrscheinlich auch neu in diesem Berufszweig war. Im Laufe des Abends hat man ihr das leider angemerkt was aber schon bei der ersten Runde japanischer Tapas in Vergessenheit geraten ist. Denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Neben einem ausgezeichneten Wagyu Rind gab es geflammten Thunfisch und einen herausragenden Oktopussalat. Aber auch Klassiker wie Edamame Bohnen oder die bekannte DragonRoll waren neu interpretiert und waren ausgesprochen lecker.

Dazu gab es kleine Probiergläschen von SAKE 5cl… die zwar wundervolle Namen hatten und auch sehr gut geschmeckt haben aber das Prinzip 5cl oder ganze Flasche war mir tatsächlich nicht ganz schlüssig. Gefühlt musste ich 5 mal Sake nachbestellen ohne dabei eine Flasche kaufen zu wollen. Das est. Restaurant in Berlin Charlottenburg gehört zusammen mit dem The Catch auf jeden Fall auf die Liste der Restaurants die mich wiedersehen werden und beim nächsten Mal probiere ich die unzähligen anderen Häppchen die noch auf der Karte standen. Für alle die mal die Geschmacksnerven verwöhnen wollen empfehle ich diesen Link und eine Reservierung.