Mo. Sep 16th, 2019

Berlin Shake – der Rock’n’Roll Weekender in Berlin

oder die wohl beste Alternative zum Viva Las Vegas Rock’n’Roll Weekender

Endlich hab ich es mal geschafft dem mittlerweile dritten BERLIN SHAKE Wochenende beizuwohnen. Und das gleich mal an zwei Tagen. Wobei ich mir den Spaß erlaubt habe an beiden Tagen im unterschiedlichen Aggregatzustand aufzutauchen. Einmal als Sheila – massiv, unübersehbar und wie ein Fels in der Brandung und einmal als Wolf – unsichtbar, dunsthaft und fast geisterhaft. Hahahahahah.. den extremen unterschied zu realisieren war wiedermal krass aber auch auch irgendwie lustig. Während die Damen und Herren der Comunity am Samstag gern mal große Augen gemacht haben und sich natürlich das ein oder andere Mal tuschelnd die Frage gestellt wurde, was genau ich nun bin… konnte ich am Sonntag ganz entspannt den zweiten Abend in Sneakers begehen. Und was soll ich sagen… sowohl der Heimathafen als auch die BERLIN SHAKE im ganzen waren großartig. Eine supergroße Bandbreite an Musike und jede Menge Gelegenheiten zu tanzen prägen das Festival.

Dazu kommt eine Vielfalt von STORES im Obergeschoß die von klassichen Tonträgern, über Schuhe bis hin zu Mode alles hatten was das Rockabilly Herz höher schlagen lässt. Doch neben all den zusätzlichen Reizen geht es natürlich darum ein tolles Fest zu feiern, Musike zu hören und unter Freunden den Lifestyle zu zelebrieren und zu begießen. Und tatsächlich traf ich einige bekannte Gesichter aus meiner längst vergangenen Zeit. Gefühlt sind diese Augenblicke so unglaublich weit entfernt. Rock’n’Roll Weekender in Wolfsburg gehörten damals genauso dazu wie wilde Rockabilly und Psychobilly Konzerte ala Mad Sin, Guana Batz und meine damaligen Lieblinge BATMOBILE. Das waren noch Zeiten. Ein wenig konnte ich Bruchstücke der Erinnerungen wiederbeleben und genoß die Augenblicke, die Mode, die wunderschönen Damen in ihren grandiosen Kleidern. Die pomadetriefenden Tollen und die vielen Styles aus den 50zigern. Doch letztendlich leben wir im hier und jetzt und auch das hat Spaß gemacht – denn natürlich prallen Blicke und Getuschel nach all den Jahren an mir ab. Am zweiten Tag hat sich dann aber gezeigt das manch neugieriger Blick gar nicht so bös gemeint war, wie meine werte Gattin anfangs vermutete. Gleich im Anschluß trudelten wirklich zauberhafte Freundschaftsanfragen auf Facebook ein, die dann gleich am nächsten Tag im echten Leben untermauert wurden. Berlin Shake hat uns alle durchgewirbelt und gleichermaßen wachgerüttelt – ich fands grandios.

Hinter dem SHAKE stehen Veranstalter die ich teilweise schon mein halbes Leben kenne. Ein Blick hinter die Kulissen hat gezeigt mit wie viel Liebe zum Festival alles organisiert wurde und wie viel Arbeit dahinter steckt. Natürlich sind auch hier die Zeit der Goldgräber längst erloschen und es ist harte Arbeit so ein Event zu wuppen. Gut nur das es in Ihrem Fall gleich drei sehr erfahrende Producer sind die für das BERLIN SHAKE verantwortlich sind. Eines jedoch hat mir der Abend auch gezeigt. Die Szene wird älter… damit will ich sagen der Nachwuchs lässt ein wenig auf sich warten. Jedoch soll es wohl so sein das zumindest die Rockabilly Szene noch genug “Frischfleisch” hat, versicherte mir einer der Veranstalter. Hingegen gibt es nahegelegende Gruppierungen die entweder vom Aussterben bedroht sind oder sogar schon verschwunden sind von der Tanzfläche.

Wer im nächsten Jahr mit dabei sein mag sollte sich hier die aktuellen News besorgen http://www.berlinshake.com/ – und eines ist sicher: ich werde garantiert wieder mit am Start sein. In diesem Sinne…