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Zu viel Sterne im Empire Riverside Hotel in Hamburg

oder das Livestyle und Designhotel in Hamburgs 1APlus Lage

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Die Nebenerscheinungen meiner beruflichen und nebenberuflichen Tätigkeiten sind meistens die Bekanntschaft mit neuen Hotels. Diesmal hab ich mich für ein mir unbekanntes Hotel in Hamburg entschieden. Bin ich sonst ein großer Freund vom Gastwerk, East Hotel oder 25Hours so war mir diesmal nach was neuem zumute. Immerschon hat mich der New York World TradeCenter Bau mit Blick auf Hamburgs Hafen und einen Steinwurf zur Davidswache interessiert und Zack.. hab ick da reservier und eingecheckt. Die erste Ernüchterung kam schnell. Wenn man ein Zimmer zwischen den 5. und 19. Obergeschoss angepriesen bekommt und extra einen Taler dafür berappt… dann aber im 6. Stock landet, wo der Blick über den Hafen etwas weniger imposant ist, zieht man schnell ’ne Flappe. So gings dann gleich mal weiter als ich an der Rezeption nach meinen ebenfalls angepriesenen Internet Zugang fragte. Die Antwort war ernüchternd wie die Person hinter dem Counter… wir haben aufgrund der bauweise erhebliche Probleme und somit kein WLAN. Ähhhhmm… aha… und nu? Ja sie können dieses gerne hier unten in der Lobby nutzen…

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Nee is klar… ick buch mir ein teureres Zimmer, mit WLAN und spektakulärem Blick und bekomme kein WLAN und einen Blick minus Spektakulär… Dufte! Jenau so hab ick mir das vorgestellt ;). Nun gut… zumindest war der View toll als ein möderischer Platzregen niederging. Allerdings ächtze das Gemäuer bei der Sturm-Regen-Boe ganz schön. Doch es wurde noch besser… bekannterweise war das letzte Wochenende das heisseste Wochenende Deutschlands. Wie schön wenn man ein klimatisiertes Hotelzimmer hat, in dem die Klimaanlage einen epochalen Kampf gegen den Heizkörper im Badezimmer kämpfte. Denn dieses schicke Badmödel ließ sich nicht abschalten und brannte wie bekloppt und nahm seine Aufgabe todernst. Ich konnte förmlich das Klimagerät fluchen hören… denn für meine Regelung auf -3° C (ausgehend von der aktuellen Raumtemperatur 26°) brauchte das Gerät volle 8 Stunden und das unter schweren schmerzenden Geräuschen.

Das Empire Riverside Hotel hat natürlich auch einen SPA… mit Fitnessgeräten, finnischer Sauna und Dampfsauna im dritten Stock des Gebäudes. Kommt man aus dem Fahrstuhl in die dritte Etage… fängt man erstmal an rumzutigern und findet das Frühstücksrestaurant, das im übrigen eines der wenigen Highlights meines Besuches dort war und diverse Konferenzräume. Aber keine Spur vom Wellnessbereich. Dann plötzlich öffnete sich eine Wand… ;) … naja eine dunkle Tür, die aussah wie eine Wand auf der in dunklen Buchstaben WELLNESS stand. Super.. hier haben sich wieder Designer todgestaltet… innerlich hoffte ich das die niemals den Auftrag für ein Beschilderungssystem am Flughafen bekommen von dem ich zufällig mal abfliegen muss ;) … Schnell schlüpfte ich hindurch, nachdem ich versuchte irgendwo die Alibabaparole loszuwerden und befand mich vor der Pforte der Erholung. Jetzt sollte alles gut werden – dachte ich. Die Fitnessarea und die Saunen sind irgendwie mehr oder weniger intelligent verknüpft, so das man quasi nach dem Saunagang eben mal schnell nackend auf das Cardiogerät landet… um dann in der wasserlosen Abkühlgrube zu verdampfen. OK.. ich geb zu, am heißesten Tag des Jahres in die Sauna zu gehen ist jetzt nicht üblich…. aber zumindest hätte das Hotel dafür sorgen müssen das das Abkühlbecken etwas Wasser hat.

Im Endeffekt wäre das Hotel nett hätte es 50% des Preises gekostet… trotz der Mängel. Die Lage ist genial – umringt von Kulturstätten wie das Queen Calavera, Tivoli und unzähligen Kneipen mit Blick auf Hamburgs Hafenunikat. Aber 4 Sterne ?… na ick sag mal so… das GASTWERK in Hamburg hat auch vier Sterne und die sieht man an jedem restaurierten Ziegel des alten Mauerwerks und vor allem in der orientalischen Ruhe des SPAs.

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