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Zenkichi – Moderne Japanische Brasserie

oder im dunkeln lässt sich gut munkeln … ähh essen.

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Japanische Küche gehört zu den kulinarischen Abenteuern, die ich blind und ohne Einschränkung eingehe. Alles was mir ein japanischer Koch serviert steck ich definitiv in den Schnabel und somit war es nur ein Frage der Zeit, bis ich dem neuen Restaurant „Zenkichi“ einen Besuch abstatten würde. Gestern war es dann soweit und nach kurzen Orientierungsproblemen fanden wir den Weg in den Keller der Johannisstrasse 20. Unten angekommen wird man sehr herzlich und sehr japanisch empfangen obwol sich die Augen erstmal an die „Dunkelheit“ gewöhnen müssen. Das Restaurant ähnelt sehr einem kleinen Irrgarten mit vielen kleinen Boxen, die nach dem Eintreten sogar mit Jalousie vom Rest wieder abgeschirmt werden. Die ausnahmslose englisch sprechende Bedienung bringt einen Buzzer, der den Kontakt zur Aussenwelt ermöglicht und die Musik bringt einen mit jazziger Note in Stimmung.

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Der Gruß aus der Küche war hingegen alles andere als mein Geschmack. Zum ersten Mal war eine Speise nicht perfekt, auch die Inszenierung des Gericht war eher unterdurchschnittlich. Gleich im Anschluß gab es dann die obligatorische Misosuppe, die im ultraheißen Zustand neue nicht uninteressante Geschmackserlebnisse hervorbrachte aber je kühler sie wurde umso bitterer wurde der Geschmack. Auch die Edamame Bohnen habe ich gerade im ULA deutlich besser bekommen. Für ein nicht wirklich günstiges Restaurant ein wenig berauschender Einstieg. Doch was dann kam wischte alle vorangegangenen Enttäuschungen einfach mal weg. Jede darauffolgende Speise war grandios, geschmacklich ein berauschendes Ereignis und von herausragender Qualität. Egal ob es die französische Auster war, der butterweiche Hamachi Sashimi, das rosarot gebratene Rind oder der Lachs auf Reis… alles großes Kino und sehr authentisch. Der bekannte Spinatsalat sah doch anders aus als erwartet, schmeckte aber wunderbar.

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Authentisch wirkte auch die aus Tokyo stammende Japanerin, die uns bediente und gerademal seit drei Monaten in Berlin verweilte. Sie war auch diejenige, die immer flinken Fusses mit neuen leckeren Sake Töpfchen bewaffnet, die feste Nahrung mit der Flüssigen ergänzte. Und auch hier ragt das Zenkichi wirklich heraus. Sake Verkostungen jenseits der Standard Touri Sorte sind in Berlin nicht so üblich. Abschließend knabberten wir uns noch die Dessertkarte, die dann aus meiner Sicht wieder etwas verlor… aber mein Gott… das war dann wirklich jammern auf kulinarisch sehr hohem Niveau. Das Zenkichi ist kein Restaurant für einen schnellen Happen. Hier wird Essen zelebriert und gelebt. Der Besuch macht den Tag zu etwas besonderem, was man am Ende auch im Portemonnaie spürt 🙂 … „hadakaimasu“ oder Guten Appetit….

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