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Zauberer und Illusionisten im Admiralspalast

oder mehr verzauberte Vielfalt jibbs nirgends zu sehen.

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Ich weiß gar nicht warum die heutigen Zauberer sich nun Illusionisten nennen aber sei es drum. Ich habe gestern jedenfalls tolle vielseitige Magie gesehen, die sich wirklich lohnt wenn man Zauberei mag. Manch einer hat ja arge Probleme damit, weil jeder sich natürlich fragt wie diese Tricks gehen und man nur blöde spekulieren kann ohne wirklich Antworten zu bekommen. Die Show besteht aus diversen Zauberern, die alle sehr unterschiedliche Tricks und Performances mitbringen. Manch eine gehört mehr in die Sparte beeindruckende „Treffsicherheit“ wie der Waffenmeister und andere eher in die Rubrik sichtbarer Entfesslungstrick, der zwar Spannung aufbaut aber diese auch wieder durch das Offensichtliche verliert. Aber gerade dieses Potpourri an Zauberern macht die Show „The Illusionists“ so wunderbar vielfältig und transformiert den Admiralspalast ein wenig in Harry Potters Hogwarts.

Wenn mich jemand gefragt hätte was ich bei der Show am meisten gemocht habe, wäre meine Antwort „VIELFALT“ gewesen. Ähnlich wie meine Burlesqueshows hat der Planer dieses Abends darauf geachtet, das jede Art der „Verzauberung“ eine Rolle spielt. Mein ganz besonderes Highlight war allerdings weniger magisch sondern mehr bezaubernd. Ein Schattenspieler mit dem wunderbaren Namen Raymond Crowe gab nämlich „den Aussergewöhnlichen“ an diesem Abend und überraschte mit Bauchrednerkünste, Schattenspiele und toller Komik. Auch die „kleinen“ Kartenmanipulationen von Yu Ho-Jin waren gang groß – größer als ich erwartet hatte und absolut genial in Szene gesetzt – trotz der riesigen Bühne. Enzo Weyne hingegen konnte die Bühne nicht groß genug sein… seine Zauberei ließ ganze Lufttransportmittel erscheinen. Ein Moment den ich genau so erhofft hatte und mich somit sehr zufrieden nach Hause gehen ließ, wenn auch mit einem riesigen Fragezeichen.

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Persönlich bin ich kein Freund von Mentalisten. Nicht weil ich ihre Kunst anzweifele sondern eher weil es immer das gleiche ist. Man kann einem solchen Act keinen echten AHA Effekt abringen – denn letztendlich weiß die Dame (zumeist ist es eine Dame) immer ganz genau was der Kollege da in der Hand hält. Wie sie das macht bleibt wohl ihr Geheimnis aber spannend war eher wie sich James Moore in eine 50cm Box reingefaltet hat. Auch wenn ich selbst schonmal in solch einem Kasten drin lag und ungefähr weiß wie der Trick funktioniert – so konnte ich bei ihm nicht ansatzweise erraten wie er das geschafft hat. Ich bitte um Auflösung 😉 … Bei Luis de Matos durfte dann auch mal das Publikum mitzaubern und auch wenn es nicht bei allen funktioniert hat – bei meinen unmittelbaren Sitznachbarn hat der Trick mit den zerrissenen Autogrammkarten bestens funktioniert! Wieder einer dieser Momente wo du denkst: “ Ähhhhh – Nee oder?“. Alles in allem ist die Zaubershow von „The Illusionists“ sehr sehenswert, macht Spaß und ist kurzweilig – vielleicht ein Hauch zu kurz – ich hätte gern noch 1-3 Tricks mehr sehen können 🙂 und dafür auf die Tanzeinlagen verzichtet, denn die hatten lang nicht die Qualität der magischen Erlebnisse.

Wer sich auch nochmal verzaubern lassen will sollte fix noch Karten für die kommenden 5 Tage bestellen. Bis zum 5.2. zaubern die Meister in Hogwarts… ähhh im Admiralspalast. Infos findet ihr auf der Webseite von „The Illusionists“ und Karten jibbet HIER. Axxo allerdings sollten alle Fans vom genialen Hollywoodstreifen „Die Unfassbaren – now you see me“ nicht damit rechnen das nach der Show der eigene Kontostand dramatisch angestiegen ist. Ich selber hatte ja ein wenig die Hoffnung 😉  aber leider war eher das Gegenteil der Fall… allerdings bin ich mir sicher daran waren jetzt nicht die Zauberer schuld 🙂

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