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Willkommen in der Küche der Torstrasse im NOTO Berlin

oder nicht immer ist der beste Platz unter freiem Himmel…


© NOTO BERLIN

Wenn man der Torstrasse in Berlin einen Besuch abstattet, fällt ziemlich schnell auf – hier speisen die Leute bei schönem Wetter ganz entspannt VOR den unzähligen Restaurants. Zumeist sind das dann die begehrtesten Plätze. Schön bei Abenddämmerung und einem kühlem Getränk dem Flair der Großstadt und natürlich dem guten Essen erliegen und sich neu verlieben oder eine alte Liebe neu entdecken. Ich für meinen Teil habe in der Torstraße gleich zwei alte Lieben neu entdeckt. Eine Liebe die schon sehr lange irgendwie in Vergessenheit geraten war nannte sich Rippchen oder Neudeutsch „Kalbs-Spareribs mit Weißkrautsalat und warmem Maisbrot“… meine Fresse waren die lecker. Die zweite Liebe die mir serviert wurde war das Essen am großen Tisch in der Küche. Jepp.. ihr habt richtig gelesen. Im NOTO kann man… nee.. moment… MUSS man bis nach ganz hinten ins Restaurant durchgeben und am großen Tisch direkt vor dem Koch Platz nehmen. Das ist fast genauso wie damals bei Muttern… einfach grandios.

Nun könnte man ja an diese offenen Küchen denken in denen unzählige Köche und deren Sklaven rumfuchteln um dir dein 3 Sterne Essen hinzuzaubern – meist sehr unpersönlich und auch ziemlich unnahbar. Im NOTO aber ist das anders. Die wöchentlich wechselnde Karte wird von Sanjei Perjuci einfach aber mit Genuß gekocht und wer denkt er wäre nicht aufmerksam bei der Bestellung der irrt gewaltig. Gern empfiehlt er die Speisen die aus seiner Sicht an genau diesem Tag eine kulinarische Genugtuung sind. In meinem Fall waren es die Spare Ribs. Irgendwie war es Schicksal.. wie im Disneys Klassiker „Ratatouille“ das mich das Schicksal in dieses Restaurant geführt hat und mir diese Speise anbot. Es war genauso wie im Film… als der böse Restaurant-Kritiker plötzlich mit einem Gericht aus der Kindheit in die Gaumenglückseeligkeit abdriftete. Genau SO war das… wie lange hatte ich schon keine Rippchen mehr geniessen dürfen. Für Vegis warscheinlich unverständlich aber der Geschmack der süßen Soße die auf das gut eingelegte Kraut trifft, gepaart mit einem hervorragenden Wein… ja… was soll ich mehr sagen außer: DANKE.

Die Torstaße hat meine Neugier zum zweiten Mal geweckt… und ihr könnt Euch vorstellen das ich mich nicht ein drittes Mal bitten lassen werde. Und immer dann wenn ich es Leid bin Risiken in der Nahrungsaufnahme auf mich zu nehmen, werde ich wohl an den Küchentisch von Sanjei zurückkehren – mit Genuß, mit Hunger und mit dem guten Gewissen das er meine Gedanken zum Thema Essen erraten und genau das auf der Karte haben wird.

HAAAAAAALT… wie? Euch ist noch nicht das Wasser im Munde zusammengelaufen? Kann ja wohl nicht sein. Denn wie sollte es anders sein. Natürlich verlangte meine verwöhnte kulinarische Magendarmwand noch etwas für obenauf. Quasi als Abschluß – kurzum etwas Süßes. Taraaaa…. auch hier hat das NOTO nicht irgendwas auf der Karte… Nee – es gab einen äußerst schmackhaften Cheesecake wie ich ihn so selten .. ach was sag ick… niemals verzehren durfte. Da wurde jede Bitte nach Verkostung zum Tiefschlag und jeder eigene Happen zum Uppercut mit Knock Out… 🙂

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