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Wet, Wet, Wet im Irrenhouse – powered by Janka Kroft

oder bei der Erderwärmung verkriecht sich die Travestie unter Tage…

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Ein Tag aus dem Leben von JANKA KROFT: Nachdem mir meine allwochenendliche Begleitung eine nach der anderen absagte: Zoe, weil sie lieber in London ein Vermögen ausgeben wollte und Sheila, weil sie im kühlen Land der Krabbenpuhler und Röstzwiebeln verbringt … Apropos Röstzwiebeln damit wären wir eigentlich auch schon beim allgemeinen Bruzel-Look des Abends… . Also, die beiden Kühe hatten besseres zu tun, als mich zur Lieblingsparty No.1, dem Irrenhouse, zu begleiten und mir wurde lediglich eine Kamera – natürlich ohne Datenübertragungskabel, denn die ältere Dame denkt ja nicht so weit (Anmerk. der Red. : Nur um die jungen Hühner mal ein wenig zu fordern 😉 )  – in die manikürten Pfoten gedrückt, mit der Bitte, die Show auf Zelluloid oder Speicherkarte zu pressen und ein paar nette Bildchen zu schießen.

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Nun trug es sich zu, dass Berlin seit Wochen seine Einwohner mit Temperaturen jenseits der Make Up-Grenze quälte und sich Frau Kroft nach langem hin und her dafür entschied, die Party müsse mit einer Blondine weniger auskommen. Dass stattdessen meine schöne Freundin Kitana mit meinem extrem schönen Haupthaar dort reihenweise Köpfe und Linda Pearl den Zebrastreifen verdrehte, lasse ich mal unerwähnt… 😉

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Ich begab mich also pünktlich und „less glamourös“ zum Geburtstagsklub und… musste nicht mal anstehen! Na nu?! Unten angekommen, traf ich überraschenderweise statt auf Spongebob auf Frollein Olga Wodka, die Brigitte Skrothum samt Fußfessel à la Lindsay Lohan an einen überdimensionalen Einkaufswagen mit allerlei Leckereien verbannt und ihr die Solarienschicht streitig gemacht hatte. Schließlich soll es ja Leute geben, die auch bei Temperaturen über 40° Grad noch keine Sonnenstrahlen an die philadelphiafarbene Haut gelassen haben. Nicht so Julia, die mit einem Strandbesuch mit Lichtschutzfaktor 50, dem Schlager Move in Hamburg und dem Abend in Berlin wohl als einzige an diesem Wochenende noch die Deutsche Bahn unterstützt hat. Trotz der Schutzmaßnahmen und einem Vollbad in Buttermilch fühlte sie sich dank Sonnenbrand wie verfrüht ins Klimakterium versetzt, selbst im luftigen Eingangsbereich.

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Zu Olgas Bedauern fand auch die Solarienschicht trotz Einsatz des nicht vorhandenen Charmes und Mörderschuhen mit Trinkgeldfach nicht den gewünschten Anklang (Anmerkung der Redaktion: also ick hätte Olga an dem Abend als Mütterchen Rußland verkooft… mit Vodka bestückt und nen Iglu bauen lassen 😉 )…  sie musste sich damit begnügen einen von Nina geladenen Pornostar regelmäßig einzucremen oder als Fotoobjekt für diverse Nationalitäten zu dienen… in Kombination mit Christian Graffenberger als Fotograf könnte man daraus durchaus mal eine „1 Foto – 5 Euro – Aktion“ in Betracht ziehen, wie unser kleines Reisegrüppchen sich unter anderem beim Kylie Minogue-Konzert in Hamburg mal überlegt hat.


Mehr Videos gibt es ab morgen auf www.queerlesque-tv.de

Dann endlich ertönte die Muppet Show-Hymne und alles stürmte in Richtung Bühne, die diesmal eine 100%ige Vergrößerung erfahren hatte. Der Grund dafür wurde auch bei der ersten Shownummer ziemlich schnell klar: Mataina Ahwiesüss und Stella deStroy luden zum „Car wash“ in Form von Nina Queer im Einkaufswägelchen. Als kleine Überraschung für ihre Kolleginnen hatte Nina zu Beginn der Show kleine Plastikbälle im Publikum verteilt mit der Bitte, diese während der gesamten Show auf die jeweilige Dragqueen der Wahl abzufeuern, was die ganze Nummer zu einem Chaos ausarten ließ. Ninas Team war davon jedoch ziemlich unbeeindruckt und die Bühne innerhalb von Sekunden wieder betretbar – an dieser Stelle mal ein Lob an die Mitarbeiter, die da immer so schön im Hintergrund dafür sorgen, dass sich keine der Damen die Stöckel bricht!  Als zweites folgte Mataina mit ihrer Version von „Pack die Badehose ein“, bei der sie all diejenigen, die bei der Autowaschnummer noch trocken davongekommen waren, mit einer „kleinen Abkühlung“ versorgte. Ich bitte hiermit, die Qualität des Videos zu entschuldigen, aber im Endeffekt bin ich froh, dass die Kamera diese Nummer trotz Wasserattacke ohne Schäden überstanden hat. Als Finale kündigte Nina Stella als Choreografin für einen Flashmob an, bei dem sich das Publikum beteiligen müsse. Was soll ich sagen, bei den ersten Tönen von Macarena bewegte sich die Menge wie ein Flohzirkus. Im übrigen feiert das Irrenhouse nächsten Monat 9-jähriges Bestehen und es wird laut Frau Queers Versprechen eine gebührende Show geben. Also nicht verpassen!

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