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Wenn Du mit Macht erwachst – Star Wars 7

oder von Kindheitserinnerungen wachgeküsst

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Das Erwachen der Macht gehörte wohl zu den sehnlichsten Wünschen auf meinem Wunschzettel, seit ich das erste Mal davon gehört habe, das meine Stars aus den 80zigern wieder vor der Kamera stehen, um uns die Geschichte um Chewbacca, Han Solo und Co. weiterzuerzählen. Nun dann… gestern abend war es soweit. Star Wars 7 im wohl zweitbesten Kino von Berlin – dem ehrwürdigen Zoo-Palast (sorry die Astor Filmlounge ist einfach besser – aber immerhin gleicher Betreiber) stand auf dem Plan und selten war ich so in Vorfreude vor einem Kinofilm. Nach scheinbar endloser Werbung von diversen neuen Marvel Streifen ging es dann los. Schon beim Intro gab es Beifall und die Erwartungen auf das erste Bild stiegen nochmal um mindestens 100%. Dann lief der Film und lief und lief und lief. Zugegeben … es ist eine Hommage an den allerersten Star Wars Kinofilm, viel Retro und als Jünger der ersten Stunde fühlt man sich gebauchpinselt, hat oft geschmunzelt und ein wenig in seine Kindheit zurückversetzt wurde man auch noch, aber irgendwie fühlte es sich alles nach einem Remake an – nur eben mit besseren Effekten.

Beim Thema Remake muss ich leider einhaken… in den Trailern vor dem Film musste ich etwas von POINT BREAK – Gefährliche Brandung und einem Surfer namens Bodie erleben … ohhhh….. neee… oder….  wollen die mich veräppeln… so einen Soulklassiker kann man nicht neu drehen, dachte ich immer… leider wohl doch… Egal zurück zu Leia und ihrem missratenen Sohn, der mich eher an König Drosselbart erinnerte 😉

Wieder startet der Film auf einem Wüstenplanet, wieder wurde ein Todesstern bekämpft, natürlich war der deutlich größer und wieder gab es einen Typen, der alles aus dem verborgenen lenkte. Wieder gab es das unwissende Kind, das ungewollt in den Wiederstand integriert wurde und wieder einen abtrünnigen Verwandten, der sich der dunklen Seite zugewandt hat. Dazu kommt noch das dieser „Bösewicht“ niemals hätte die Maske abnehmen dürfen. Die Kommentare aus den umliegenden Reihen waren göttlich. Von Gelächter über diese Besetzung bis hin zu unverständnis war alles dabei. Am Ende (Achtung Spoiler) stirbt natürlich wieder eine der Hauptbesetzungen ganz wie 1978 der gute Obi Wan. Es wurde ganu offensichtlich auf bekannte Bilder gesetzt. Ein Barbesuch erinnerte stark an Krieg der Sterne Teil 4 wie auch die Sympathieträger und Nebenkriegsschauplätze. Teilweise hatte ich das Gefühl das Script ist einfach mal hingehauen worden. Warum kann R2D2 erst ganz zum Schluß „erweckt“ werden bzw. warum wacht er überhaupt auf? Und dann diese kurze Sequenz um mal eben diesen übermächtigen neuen Todesstern zu zermalmen… ohne Liebe!

Und doch… es war kein schlechter Film. Es gab tolle Special Effects und J.J. Abrams (der auch die letzten beiden grandiosen Star Treks gedreht hat) schafft es die Stimmung einzufangen, die Star Wars aus macht. Es war ein gutes Gefühl nach all den Jahren Han Solo wiederzusehen. Es war toll X-Wing Fighter zu sehen und TIE Jäger zu hören.. es war ein Genuß den alten Millenium-Falke wieder in Action zu erleben und ein bisschen war es auch schön zu wissen, das die Geschichte jetzt weitergeht. Dennoch…  es hätte dem Plott nicht wehgetan, die Geschichte nicht so sehr an den ersten Teil anzulehnen und diese Suche nach Luke etwas plausibler zu erzählen, aber vielleicht kommt das ja noch…. in diesem Sinne möge die Macht mit uns sein.

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