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VOLT – spannungsgeladene Küche in Kreuzberg

oder Hochspannung für die Geschmacksknospen

Man sagt ja immer das die Augen immer mitessen wollen und manchmal  ißt das Auge auch gern mal mehr als dem Magen lieb ist. Ein Besuch im Kreuzberger Restaurant VOLT beginnt schonmal mit einem Overload an Ambiente. Normalerweise vermutet man dann ein eher durchschnittliches Essen aber Pustekuchen… auch das Aufgetischte sprach eine klare Sprache und mundete ausgezeichnet – ohne dabei zu sehr zu belasten. Damit will ich sagen das die Portionen bewusst arrangiert waren und schon beim ersten  Blick auf den Teller zufrieden stimmten. Nichts ist schlimmer als ein fies vollgepackter Teller. Ganz im Sinne von „lasst Weisräume leben“ genoss man dieses kleine Kunstwerk inmitten des großen Kunstwerkes. Gemeint ist das Restaurant selber.

Das VOLT ist ein ausgebautes Umspannwerk und nahezu jedes Detail wurde bewusst erhalten und inszeniert. Große kupferne Lampen erhellen den Tisch während man in der riesigen Halle an langen Tischen diniert. Große schwarz lackierte Balkons innerhalb der hohen Halle bieten Platz für ein romantisches Candlelight Dinner über den Köpfen der anderen Gäste und im Sommer mit Blick aufs Wasser… naja zumindest auf den Kanal .

Schon während des kleinen Grußes aus der Küche fällt einem der außerordentlich freundliche Umgang des Personals mit den Gästen auf. Hier wird der Service am Gast riesig groß geschrieben – also wirklich riesig riesig groß dabei aber nicht aufdringlich … Doch was hilft all das Ambiente und der Service wenn der eigentliche Grund für ein Besuch im Restaurant fehlt – der Geschmack? Oft schon saß ich in Restaurants in denen das der Fall war. Kürzlich saß ich in einem Restaurant am Südstern wo genau das so war… doch auch in diesem Punkt räumte das VOLT bei mir volle Punktzahl ab.. . Geschmacktlich schlug das Servierte mehrere Saltos um sich dann in einer zehnfachen Schraube auf den Geschmacksknospen niederzulassen. Toll!

Aber nicht nur ich schien dem VOLT meine Aufwartung zu machen. Im Spiegelbild der hochpolierten Kupferlampen konnte ich hinter mir sitzend ein nicht ganz unbekanntes Gesicht erkennen und nachdem erste Stimmlaute meine Ohrmuschel erreichten erkannte ich den Mann aus Bochum… den Mann den ich als kleene Piepeline im Klassikerstreifen „das Boot“ bewunderte, ohne zu ahnen, das er eines Tages mit Liedgut ganze Stadien füllt. Herbert Grönemeyer im Nacken hatte ein bissl was von Currywurst in Miami Beach —- irgendwie ungewohnt 😉

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