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Vielfalt zum CSD Köln 2015

oder von beinah Wolkenbrüchen und dem Conchita Wahnsinn

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Von allen mir bekannten Christopher Street Paraden in Deutschland gehört die in Köln zu den Besten.. oder sagen wir mal so.. es ist die Beste. Man sagt mir zwar immer öfter Amsterdam und Madrid seien ebenfalls Hochlichter aber die gönn ich mir wohl ein anderes Jahr. Denn der Stress mit der Bahn hat den Spaß doch etwas geschmälert. Glücklicherweise fahre ich nun… in irgendeinem Zug Richtung Berlin – ENDLICH. Die Zeit wird natürlich genutzt um erlebtes zu rekapitulieren und ein Fazit über Köln 2015 zu verfassen. Erstens möchte ich mal ein Hotel erwähnen – das den Besuch trotz allem aufgewertet hat. Das Savoy Hotel direkt am Bahnhof strahlt mit Freundlichkeit, schönen und interessanten Zimmern und einem sehr schönen Wellnessbereich, den wir wirklich als Final Base nutzen durften, um die CSD Reste zu entfernen und gleich noch ein wenig die Dampfsauna zu geniessen. Großes Kino… wer immer in Köln einen Termin hat, sollte dort einkehren und neben einer schicken Bar auch noch das Travestietheater nebenan besuchen.

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Der Tag began wie immer in Köln sehr zeitig und sehr warm. Natürlich hat das Hotel Klimaanlage aber um so mehr kam der Klimaschlag als wir aufgedonnert das Savoy per Taxi verliessen. Es gibt bekannterweise zwei große Feinde der Travestie: Sonne (Hitze) und Tageslicht. Beide zerren jede Sekunde am Makeup, ruinieren Outfits und natürlich Frisuren. Zu guter letzt bekommt man auch noch einen Mega-Sonnenbrand und alles für die Kunst. Manchmal frage ich mich allen ernstes … isses ditt wert? Brauch ich diesen ganzen zusätzlichen Stress? Und wenn ja warum? Warum bin ich nicht so gepolt das ich lieber Sonntags mit ner Pulle Bier auf der Couch liege ? Die CSD Strecke in 14 cm High-Heels abzulaufen kann nicht der einzige Grund sein 😉 … Es ist einfach der Kontakt mit den Menschen, auch wenn dieser Kontakt auf dem CSD in Köln 2015 begleitet wurde von Geruch und diversen Feuchtigkeiten ;). Wir waren nicht die einzigen, die von der Strahlkraft des gelben Planeten gebeutelt wurden. Egal… es waren viele nette Begegnungen und jede Menge Selfies.

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Wie in Berlin hatte ich Mühe bei der Suche nach den wirklich guten Kostümen und kann aus diesem Grund auch nicht wirklich mit Fotos aufwarten. Vielleicht  war das auch der Grund warum wir mit unseren Swarovski Bodies ziemlich gut ankamen. Detailliebe und Qualität werden noch immer hoch geschätzt – zumindest hatte ich den Eindruck. Ich werde in diesem Beitrag alle anderen Bildersammlungen zusammenstellen, die mir so bei der Suche über den Weg laufen. Das spannendste ist für mich aber die Renaissance des Damenbartes. Es scheint wirklich so, das Conchita Wurst diese Gesichtsbehaarung salonfähig gemacht hat. Janka wurde mehr als einmal dank Dreitagebart als blonde Conchita betitelt – warum auch immer… wahrscheinlich weil Gloria Viagra auch immer für Olivia Jones gehalten wird… Menschen sind so – ohne klare Abgrenzungen wird alles in ein Topf geworfen solange man nicht Kunst im Mainstream macht.

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Der Wettergott hatte allerdings keine gute Meinung zur Parade. Kochte es in Deutschland überall mit über 37°C – so schwebte eine Gewitterfront auf Köln zu. Der ganze CSD Zug wurde gejagt – von dieser infernalen Wettervorhersage und kommenden Wolkenbrüchen. Somit durften auch wir oft genug Bekanntschaft mit der Hupe der Trucks machen. Ordner ermahnten zum schnellen Stöckeln und Fotoabenteuer wurden manchmal im Keim erstickt. Das Motto des diesjährigen CSDs lautete übrigens Vielfalt: lehren, lernen, leben… und wenn man dem Veranstalter glauben schenken darf hat diese Veranstaltung wohl alle Besucherrekorde in Deutschland eingestellt. Vielfalt kommt offenbar an und das ist auch gut so. Gelernt habe ich das Unwetter unsere Zivilisation ganz schön erschrecken können bzw. sogar total überfordern. Lehren konnte ich das ein „Bitte“ hilft um ein Foto zu bekommen… und erlebt habe ich jede Menge. Man kann also sagen… Mission erfüllt 🙂

Bilder auf TONIGHT
Bilder auf FLICKR von Matthias Ebert
Bilder auf KÖLN.DE

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