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Verkleidet im Marstall auf dem Münchner Oktoberfest 2015

oder tief im Herzen der Gerstensaftmacher

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Gene Roddenberry hat seinerzeit mit Star Trek und dem Slogan „…wo noch kein Mensch zuvor gewesen ist“ den Drang nach Eroberung und Entdeckung eine Form gegeben. Die Spezies Mensch liebt es neues zu entdecken und zu verstehen. Wobei ich mir bei letzterem und meinem hiesigen Besuch auf dem Münchner Oktoberfest nicht ganz sicher bin. Bevor ich einer freundlichen Einladung folgte und in das Marstall Zelt stöckelte konnte ich nicht wiederstehen eine kleine Biege über die berühmten „Wiesn“ zu drehen und möchte mal behaupten, mindestens 50% der Gaffer waren gelinde gesagt „angeekelt“. Japp.. sowas gibt es auch noch in 2015. Ich glaube es war weniger die Tatsache das ein vermeindlicher Mann in einem Dirndl auftaucht – sondern eher die Tatsache das es nach dem checken der Brüste einen kurzen Augenblick gebraucht hat, um der Täuschung auf die Schliche zu kommen. Diesen kurzen Moment fühlte sich der gemeine Bauer und die aufgestiegelte bayrische Stute betrogen und diesen Betrug wollte man mit abwertenden Kommentaren dokumentieren. Tja… so is der gemeine Süddeutsche. Doch natürlich gab es auch sehr nette Ansprachen insofern bin ich nicht nachtragend und genoß die schönen Momente meiner kleinen Wanderschaft durch das Tal des Bieres. 

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Man muß an dieser Stelle auch anmerken, das es zumeist die Herren der Schöpfung waren die sich um ihre Lust betrogen fühlten während die meisten angetüterten Damen mit meiner Erscheinung weniger Probleme hatten. Nur der Gang zum Mädchenklo war wohl für alle zu viel. Schließlich könnte ich ja über die Klokabinentür schielen und etwas sehen, was ich nicht habe bzw. kenne. *loool*. Doch Schluß mit der Ironie und dem Sarkasmus, denn mein Aufenthalt in München, der mit einem Besuch im leckeren japanischen Restaurant KOI begann, über die GAULTIER Ausstellung ging und auf den WIESN im MARSTALL endete war ein gelungener Besuch in Bayerns spannendster Metropole. Ein paar „Koleginnen“ von Babsner TV haben sich ja nun noch eine Schippe draufgelegt und sind noch tiefer ins Land der Berge gedüst. Aber diese Geschichte erzählen sie auf Youtube ganz alleine.

blog-wiesn2015-02

Erstmal kann ich sagen das das Marstall schon ein duftes Zelt war. Das Essen war lecker – vor allem die Vorspeisen und die Weißweinschorle floß in Strömen. Nebenbei gab es wirklich nette Gespräche und tolle Typen die man kennenlernen konnte. Wichtig ist tatsächlich mit wem man am Tisch sitzt. Auch nett war eine Gruppe Amerikaner die heimlich Fotos schiessen wollten… doch sowas lass ich ja selten zu. Zwar war der Schreck groß als ich mich offen an den Tisch gesellte, doch der legte sich schnell und wir hatten viel Spaß. Vielleicht schau ich mir das Nest in USA mal an… zumindest ist ein erster Kontakt.. ganz im Sinne von Roddenberry hergestellt 😉 … Ungewiß ist niemals das Ende eines solchen Gelages, denn gegen 22:30 ist Feierabend. Licht wird angeschaltet und die Menschen rausgekehrt. Ein wenig provinziell aber so isses eben. An dieser Stelle isses immer gut jemand zu kennen der jemand kennt. Denn nur so hat man die Chance noch ins Weinzelt zu gelangen – wir in dem Fall auf Umwegen aber immerhin – wir waren drin. Dort trifft man zwar schon auf deutlich mehr Menschen die den Weingeist getroffen haben aber was solls… auch dort hieß es : immer lächeln. Die Gesichter auch hier ziemlich überrascht das jemand wie durch dieses Zelt stöckele aber auch hier viele nette Gespräche und ein toller Abschluß. Mein Fazit zu den Wiesn 2015…. es macht Spaß in guter Gesellschaft und braucht ein wenig dickes Fell. Nebenbei sei angemerkt das die vielen überteuerten Fahrgeschäfte zumeist unspannende Rummelabenteuer sind. Aber das hab ich letztes Jahr auch schon festgestellt.

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