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Travestie und mehr im O-TonArt Theater Berlin

oder von Off-Theater keine Spur

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© O-TonArt Theater

Ehrlich gesagt müsste ich mich selber an den ungeschminkten Ohren ziehen, denn auch ich gehe viel zu wenig in Off-Theatervorstellungen. Gründe dafür sind aber nicht mangelndes Interesse, der liebe Geiz oder die bescheidene Abendunterhaltung auf der Mattscheibe.. sondern eher pure Faulheit. Sich abends nochmal aufzuraffen, nach einem langen und quälenden Arbeitstag, DAS ist der haushohe Stein der überwunden werden muss. Dazu kommen einige „größere“ Premieren und natürlich eigene Bookings die auch ihren Tribut fordern – wir werden alle nicht wirklich jünger – is zwar hart aber nicht zu ändern. Dennoch muß ich jetzt mal eine Lanze für das O-TonArt Theater brechen. Ich werde so oft gefragt wo man Travestie im herkömmlichen Sinne in Berlin sehen kann.. meine Antwort lautet dann meistens „Na im O-TonArt Theater stöckeln ein paar Pailettenpanzer rum“ – das ist übrigens lieb gemeint… 🙂

Und nun lese ich das es dem Theater nicht so sonderlich gut geht… und bin erschrocken. Vor Jahren – ach was sag ich – vor Jahrzehnten stand ich eines Tages vor meinem Lieblingskino Maxim in der Sonnenallee und konnte dort plötzlich Drogerieartikel kaufen. Ich glaube Anfang der 80ziger Jahre verschwand es einfach so aus meinem Leben. Es folgten Kinos wie das süße kleine Inn Kino in dem ich meine ersten Star Wars Filme geschaut habe und zuguterletzt fielen auch der riesige Royalpalast und das Hollywoodkino der konsumorientierten Umnutzung zum Opfer. Heute geht der Trend ganz klar wieder weg von den Multiplex Megasäalen und hin zu Komfort und Individualität. Genau das bietet das O-TonArt Theater in Schöneberg. Ein buntes Programm voller Queerschläger, Komiker, Travestiekünstler aber auch ernst zu nehmende Theaterkunst werden im Hinterhof in sehr bequemen Sesseln geboten.

Wer also das Sommerloch mit etwas mehr Kultur füllen mag – dem empfehle ich einfach mal den Schöneberger Kiez zu besuchen und dem O-TonArt Theater einen Besuch abzustatten. Ich selber werde mich ebenfalls aufraffen und die ein oder andere Produktion geniessen – schließlich arbeite ich in unmittelbarer Umgebung und kann zu Fuß in 7 min das Theater erreichen. Wäre doch gelacht wenn ich da nichtmal spontan einen Besuch hinbekomme. Das letzte Mal war ich bei meiner geliebten Ursula West zu Gast und habe den Abend sehr genossen. Programm und Tickets findet ihr auf der schicken Webseite des O-TonArt Theaters.

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