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Trashité Berlin Festival 2015 auf der White Trash Fastfood Bühne

oder ein etwas zu wenig beachtetes buntes Spektakel

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Ja ich weiß… es ist NATÜRLICH keine Frage das man als kleener Burlesque Soloact nicht auf die Hauptbühne des Berlin Festivals darf bzw. gegen so Bands wie Underworld oder Roisin Murphy anstinken kann, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Unsere „Kleinkunst“ (ich hasse diesen Begriff) durfte auf der etwas versteckten White Trash Fast Food Bühne stattfinden, die als Location eigentlich sehr sehr schön war. Backstage und Bühnenaufgang waren wunderbar. Service und Künstlerbetreuung ebenfalls tadellos – nur bei der Kommunikation, das hier eine queere bunte Performancemannschaft auftritt, hat es offenbar Defizite gegeben. So hatten wir am ersten Abend zwar noch gefühlte 150 Personen – während am Sonntag Nacht nur noch knapp die Hälfte anwesend war….  Natürlich kann man sich das jetzt schönreden und NATÜRLICH ist es genauso wichtig vor einer kleinen Schar von Menschen zu spielen aber das GEFÜHL… nunja.. das Gefühl ist toller wenn der Saal brummt und die Leute abgehen wie Schmidts Katze. Letzteres war zumindest bei der kleinen Anzahl von Menschen ansatzweise zu spüren…. immerhin.

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Alles in allem war es dennoch ein schöne Sache mit vielen netten Freunden und neuen Bekannten aufzutreten… auch wenn mich drei Tage Travestie in Folge etwas mitgenommen haben, zumal ja „nebenbei“ mal eben eine Mega-Vaudeville-Revue auszurichten ist. Woher ich die Zeit nehme? Nun ich glaube sie geht zu lasten meiner Familie… das wird sich aber nach dem 6.6. wieder ändern. Zumindest hatte ich das kurze musikalische Vergnügen Roisin Murphy aus der Ferne zu erleben und obwohl die Akustik in der Arena bescheiden war – die Massen tobten und die Frau ist schon wunderbar durchgeknallt. Ich muss ja sagen, das ich vorher noch nie im „neuen“ White Trash gewesen bin und mir dieser Look sehr gut gefällt. Dieses „rustikale“ Optik ist zwar spätestens seit Kater Holzig nicht wahnsinnig neu aber juuut aussehen tut es trotzdem. Dort werde ich definitiv demnächst mal incognito einen Abend bei einem Cocktail und einem Burger ausklingen lassen…

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Zur Show kann ich ja leider nur Backstage Eindrücke weitergeben aber was mir gefallen hat war, das das Line-Up bunt und queer war. Travestie, Akrobatik, Tanz, Burlesque, Boylesque, Gesang und schräge Performancekunst waren dabei…. und haben bei einigen im Publikum einen bleibenden Eindruck hinterlassen 🙂 … so wie es sein muss. Das Berlin Festival hätte gut daran getan diese Sideshow kräftiger zu bewerben und vielleicht mit durchdachten Leitsystem Unwissende zu informieren. Auf dem Weg von der Arena zum Backstage wurden wir mehrfach gefragt wo es denn hingeht… und mit der Antwort, das es hinter dem White Trash eine Bühne gibt, hatte niemand gerechnet… #justsaying … 😉

 

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