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(the real) Tranny Olympics Berlin 2013

oder ein Fest für die echt queeren Gemüter

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Meine Güte… in Berlin gibt es einfach immer wieder wunderbar schräge Events auf denen man unglaublich kreative Menschen jeder Coleur trifft. Nachdem ich schon dem Queerboot und unserer Teaserettes Show meine volle Aufmerksamkeit geschenkt hatte, waren die Tranny Olympics im Monster Ronsons Ichiban Karaoke Club fast schon zu viel. Doch die Tatsache das Janka dort auf mich wartete motivierte mich noch einmal das geschwitzte Gesicht nachzupudern und die Lippenlinie zu begradigen. Ausserdem hatte ich letztes Jahr unglaublich viel Spaß da genauso wie 2010.. und … zack.. welch Überraschung.. dieses mal auch. Schon beim Betreten des Karaoke Clubs wurde mir klar … geschlechtsbezogene Kostümierung gibt es hier nicht. Jeder trägt worauf er Bock hat und das war auch wiedermal gut so. Manch einer würde das Trash nennen… ich nenne das Kunst. Denn die Kostümierungen, Haarinstallationen und Ideen waren teilweise so genial, das mir kurz die Spucke wegblieb und ich erstmal wieder ’nen Kübel Aperol Spritz aufgiessen musste, bevor die erste Kommunikation stattfinden konnte – abgesehen davon hatte ich immer noch den fiesen Tomatenangriff auf der Leber.

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Die Kontakte liessen aber auch nicht lange auf sich warten. Denn ich sags ja nicht gern aber Janka und meine Wenigkeit waren für diesen Event deutlich overdressed.. ergo … wir stachen heraus – was mir persönlich und auch Janka relativ Wurscht ist. Und das Schöne an dem Event war… den anderen Gästen machte das auch nix aus :). Normalerweise wird man argwöhnisch beäugt und bekommt im besten Falle eine kurzes Nicken zur Begrüßung, bevor man von oben bis unten gescannt wird. Auf den Real Tranny Olympics ist das ganz anders. Hier freuen sich die Leute mit Dir zu sprechen. Hier werden Komplimente aus dem Arm geschüttelt ohne Mißgunst und Neid. Die Disziplinen waren zwar wieder ein wenig selbstzerstörerisch, wobei der Ruin eines exakten Makeups Teil des Plans der Veranstaltung ist. Wet-T-Shirt Contests werden gnadenlos mit kübelweise Wasser zelebriert und sind deswegen „un-f-u-c-k-i-n-g-fassbar“ realistisch, genauso wie die Apple Pie um die Wette Fressorgie.

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Noch mehr als die Competitions haben mich wiedermal die verrückten Kostüme und die Selbstinszenierung fasziniert. Ich wurde Zeuge eines lustigen Gespräches über die „Blase“ Ru Pauls Drag Race Germany, die hoffentlich nicht schneller platzt, als alle denken. Aber es gab Menschen in dem Laden die 110% davon überzeugt sind das Ru Paul persönlich extra nach Germany kommt und jedem die Hand schüttelt, das die Preise für die Gewinnerin utopisch sein werden und das man die ganze Zeit als Teilnehmer das Zepter in der Hand behält und selbstbestimmend handelt. Abgesehen davon ist man hinterher reich und berühmt *looool*. Wie schön das die heile Welt des Fernsehens bei manchen noch immer REAL zu sein scheint ;)…. Anyway.. ich drück ihr die Daumen für das CASTING das ggf. stattfindet, sollte sich ein echter Sender dafür interessieren. (the real) Tranny Olympics gehört auf JEDEN Fall zu den Berliner Brutstätten des kreativen GenderBender Nachwuchses und ich liebe dieses Event weil es mir immer wieder die Augen öffnet und deutlich mehr ist, als eine Trash Tranny Party. Dazu kommt, das diese Veranstaltung ein Beispiel für freie Entfaltung ist und eine Klatsche in die Fresse von so gefährlichen Stinomaten wie Putin und Konsorten. Ick würde die Winterspiele von Russland knallhart an die Oberbaumbrücke verlegen… genug Platz ist doch unter der Brücke und die O2 World gleich um die Ecke 😉 …

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