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Sven Ratzke und eine richtig fette LINE aus Sternenstaub

oder wie reist man 200 Lichtjahre in knapp 3 Stunden – bei STARMAN.

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Er ist wieder da. Zurück von den Sternen und diesmal konsequent er selbst. Sven Ratzke hat sich im STARMAN Programm letztendlich gefunden. Dafür musste er in fast 80 Tagen um diesen kleinen blauen Planeten reisen um im TIPI am Kanzleramt wieder anzukommen. Neugierig und im Kreise einiger toller Künstler wie Tim Fischer, Le Pustra, Lada Redstar und Lo Malinke durfte ich ein zweites Mal an diesem David Bowie Tribute teilnehmen, das mich akustisch einmal mehr vollkommen begeistert hat. Als ich im Oktober 2015 die Premiere von Ratzkes Starman sehen durfte war nicht abzusehen, das der geniale Bowie heute schon nicht mehr physisch unter uns weilt.

All jene die jetzt glauben, das sich Ratzke den Bowie Hype zunutze macht, um Kohle einzusacken sei gesagt… das dieses Programm zu Lebzeiten von David Bowie entstand und es zwar die Highlights der Ziggy Stardust Ära beinhaltet – nicht aber eine postume Hommage an den Künstler ist. Im Gegenteil. Starman hat schon beim ersten Mal die Seele der Songs transportiert ohne die Originale zu verstümmeln oder gar langweilig und schlecht zu kopieren. Wie gesagt… diese musikalische Interpretation ist ein Genuß, bei dem man manchmal die Augen schliessen kann und den Meister heraushört und manchmal einfach nur die Seele der Songs fühlt. Immer jedoch bleiben die Lieder bei Sven Ratzke und Charly Zastrau.

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Eine für mich wesentliche Änderung am „geänderten“ Starman Programm ist die Masquerade, die sich Sven Ratzke diesesmal verkniffen hat. Genrell liebe ich den Mann in pompösen Rollen. Seine Rolle als Hedwig war mit Abstand das Stimmigste was ich so gesehen habe. Nun gehört der matte türkisfarbene Jogginganzug noch immer nicht zu meinen Favoriten des Abends, wirkt aber wesentlich erträglicher ohne die knallroten Haare. Man sieht jetzt einfach den Künstler Sven Ratzke, der nicht versucht Ziggy Stardust zu spielen, es aber trotzdem schafft uns mit Sternenstaub zu überschütten bzw. es durch unsere Nasenflügel zu prügeln, ob wir nun wollen oder nicht. Man wird hineingestossen in seine Geschichte von Raum und Zeit und folgt dem weißen äh… türkisen Kaninchen 😉 nach London, New York und Berlin. Was ’ne wilde Fahrt, die gern mal kontrolliert abdriftet, wenn es zu Zwischenrufen kommt. Souverän werden diese in die Geschichte integriert und das Publikum Teil des Universums. Da spielt es kaum ein Rolle ob der geneigte Zuschauer ein wenig vor der Sprachbarriere hadert, Sven Ratzke greift sich die gelockten Haare und zerrt die verlorenen Schafe einfach über die Mauer. Ein bisschen erinnert mich diese Handlung an Ford Prefect aus „per Anhalter durch die Galaxie“ der dem armen Arthur Dent kurz vor der Zerstörung der Erde, ohne Umschweife klar macht, was er zu tun hat, um der totalen Zerstörung der Erde zu entgehen.

Zerstört hat Sven Ratzke gestern höchstens die ein oder andere Frisur in den ersten Reihen. Man muss auch kein Freund der Songs von Bowie sein um dieses Programm abzufeiern sondern sich einfach in die Hände des Sternenmanns begeben und abwarten. Spätestens nach einem 30 minütigem Coutndown sieht man Sterne, dreht sich eine Tüte mit Major Tom und möchte als Rebel Rebel Stühle zertrümmern um dann als Hero wieder aufzuräumen. Noch bis einschließlich 14.2. spielt Star Ratzke und Band im TIPI am Kanzleramt und aus mir unverständlichen Gründen ist noch nicht jeder Tag ausverkauft. Das ist die Gelegenheit zum Valentinstag oder um einfach den Rock’n’Roll Suicide zu begehen und anschliessend aus der Asche wieder aufzuerstehen. Karten gibt es HIER  und sagt hinterher nicht ihr wusstet nix davon das wir Ausserirdische zu Besuch hatten :).

 

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