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Steigenberger Hotel als Highlight im Leipziger Allerlei

oder die Bunte Mischung machts nicht immer

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Leipzig.. ein Stadt mit musikalischem Charakter. Irgendwie sympatisch wenn es dauernd in irgendeiner Nische musiziert wird, auch wenn der Dialekt mir manchmal das Grinsen ins Gesicht getrieben hat ;). Leipzig hat schöne Seiten – sowohl optisch als auch gastronomisch. Bevor ich mich über manche Küche wundere möchte ich allerdings vom Steigenberger Hotel in Leipzig berichten. Jaja.. ist schon ’ne feine Adresse mit SPA und allem Pipapo, aber nach dem ganzen Stress mit der Revue im Juni hab ick mir mal Luxus verdient. Punkt. Ausserdem war es ein Geburtstagsgeschenk und ein bissl Beruf war auch noch dabei… schon beim Ankommen wird man freundlich empfangen und per Valet Parking Service von seinem Auto befreit.

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Um ehrlich zu sein, hätte ich gewußt, was dieses noble Wegparken kostet, ich glaube ich hätte davon lieber 10 Austern gegessen. Egal. Einmal krachen lassen geht schon. Das Hotelinterior ist zeitgemäß, nicht zu laut und doch unique… das Superior Zimmer einfach wunderbar und es fehlte an NICHTS ! Nichtmal als ich nachts um 1 Uhr Probleme mit dem WLAN hatte. Das freundliche Personal löste einem auch dieses Problem. Der SPA hat 3 normalgroße Saunen und lediglich der Ruhebereich ist bei guter Auslastung etwas unterdimensioniert. Beinahe hätte ich auch noch das Sternerestaurant Le Grand getestet – konnte es aber am Ende nicht mit meinem Geiz .. ähh Gewissen vereinbaren. Nun gut.. am Ende hab ich es bereut – den die französische Alternative war uninspiriert und verwirrend.

Leipziger Einkaufsbummel gestalten sich angenehmer als vergleichbare Abenteuer in Berlin… in der 550T Seelenstadt liegen die Geschäfte nah beieinander und man findet im Gegensatz zu Berlin auch mal Verkäufer jenseits der üblichen Handelsketten. Sogar einen kleinen Rock’n’Rollshop 56 Pin-Up Clothes durfte ich finden – allerdings sprang mir keines der bunt bedruckten Kleidchen wirklich ins Auge. Zwar rebellierten die Füsse nach 3 Stunden Shopping genauso wie in anderen Städten aber die Ausbeute konnte sich letztendlich tatsächlich sehen lassen und überall war SALE !! :) … Nachdem die Schätze im Hotel verstaut waren musste Leipzigs bekanntester Japaner YAMATO zeigen was er kann. Der Taxifahrer erzählte etwas von Sterneküche aber da muss ihm wohl die Fantasie einen Streich gespielt haben. Die Teppanyaki Küche war traditionell und gut… vielleicht ein wenig überteuert aber letztendlich bezahlt man ja für die Show mit. Und wer wäre ich DAS nicht zu würdigen. Ich hab zwar schon besseres Koberind gegessen ABER der Gesamteindruck war gut. Der Teppanyaki Koch Herr Suzuki erinnerte mich kulinarisch an die gute alte Pfalzburger Strasse in Berlin, in der jahrelang einer der besten Teppanyaki Japaner ansässig war. Ein wenig ging es mir so wie dem Restaurantkritiker im Disneystreifen Ratatouille – es war die Erinnerung, mit der der Laden punktete. Das Interior ist hingegen eher oldschool und hat schon einige Jahre auf dem Buckel.

Um einen neuen Tag zu beginnen braucht es ein gelungenes Frühstück. Auch hier zeichnete sich das Steigenberger Grandhotel Handelshof Leipzig besonders aus. Vielfalt und Frische gepaart mit äussert zuvorkommenden Service haben zwar ihren Preis aber lohnten sich durchaus. Im Anschluß daran durfte bei bestem Wetter der chillige Besuch des
Cospudener Sees den Tag aufhübschen um dann im fragwürdigen Nachmittagskonzert von Elton John zu münden. Das nenn ich mal Leipziger Allerlei… Nun hätte ich gern noch einen Tipp für eine gute französische Küche rausgehauen aber das La Provence am Ende der kurzen Vergnügungsgasse Leipzigs war alles andere als eine Inspiration – bestenfalls „interessant“ kann man das nennen was einem dort nach ewiger Wartezeit serviert wird. Ach und zwei von vier gewählten Gerichten waren leider aus ;) … Schade. Mein zweiter Besuch in Leipzig war deutlich kommerzieller aber nicht weniger spannend. Auch durfte ich echte Berlin-Exilanten kennenlernen, die in Leipzig für sich persönlich die besseren Lebensbedingungen gefunden haben.. da kann man mal sehen das Berlin nicht für jeden gemacht ist.

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