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Soho House Berlin vs. Adagio Berlin vs. Dönerbude

oder eine burlesque Reise durch die nächtliche Dreiklassen-Gesellschaft

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Warum ich das tue was ich tue weiß ich schon seit langem. Es führt mich immer wieder an Orte die ich wahrscheinlich niemals gesehen hätte ohne meine zweite Identität und läßt mich Menschen treffen die ich nie getroffen hätte. Immer mehr möchten irgendwie das Thema Burlesque ihren Gästen präsentieren und nicht nur weil der gleichnamige Film mit Cher gerade in den Startlöchern steht. Aus diesem Grund wurde Tara la Luna an einem Abend gleich in zwei Locations geladen um ihre klassische Federburlesquetanz Performance zu präsentieren. Das Interessante daran ist die Tatsache das die wenigsten wissen was sie genau dafür bekommen. Jeder hat irgendwie eine Dita von Teese im Kopf ohne aber die ganze Bandbreite des Burlesque zu kennen. Im Falle der ersten Location war ich sehr positiv überrascht. Das Soho House Berlin, direkt am Alexanderplatz, überzeugte mich schon beim Eintreten durch die ehrliche Freundlichkeit des Empfangspersonals und einem gesunden Mix aus architektonisch gut inszenierten Bestand mit detailreicher Modernisierung.

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Das wir zur Vorbereitung „nur“ die gesamte Umkleide des Fitnessbereiches hatten, sollte mich nicht wirklich stören, da bin ick dann doch eher einfach gestrickt, streng nach dem Motto…. selbst in der kleinsten Naßzelle ist genug Platz um sich schön zu machen sofern diese mit goldenen Wasserhähnen ausgestattet ist. *lol* Gold sind’se im Soho House Berlin zwar nicht, zumindest nicht da wo ich mich befand, aber dafür superedel und perfekt ans Interior angepasst. Die Veranstaltung für die die kurze Burlesque Vorstellung gebucht war, war eine solide Weihnachtsfeier einer erfolgreichen Werbeagentur. Während die Damen das Thema der Party, die Roaring Twenties, in stilvoller Abendgarderobe beschritten, hat ein Großteil der Herren mit viel Haargel und klassischen schwarzen Anzügen gekontert. Beide jedoch wären auf einer Boheme Sauvage schwer überrascht gewesen was in den Zwanzigern noch so alles getragen wurde….

Doch wie gesagt… das Soho House hat wirklich Stil .. na und Stil is ja mal mein Ding. *lol*… Gern hätten die Gäste noch eine Zusatz-Nr. gehabt, doch Zugaben gibt es erst ab Gagen von 1000 EUR die Nacht *lol*. Kommen wir mal zum zweiten Auftritt. Also das Adagio gehört nicht wirklich zu meinen Lieblingsclubs in Berlin. Das liegt nicht unbedingt am Club selber, sondern eher am Volk das denkt es hätte den Background der Leute die im Soho verkehren. Betonung liegt dabei auf DENKT. Aber auch hier wurden wir überrascht… nach anfänglichen Bedenken lösten sich alle Probleme im Backstage, der Conferencier der Moulin Rouge Party die musikalisch irgendwie in der falschen Zeit spielte, war definitiv eine große Hilfe und sehr um das Wohlbefinden der Künstler bemüht. Allerdings hätte man ihm sagen sollen das der kleine Heizkörper in der Garderobe bei solchen Temperaturen durchaus einen AN-Schalter hat 🙂

Das ich diesmal selber nur kurz die Bühne enterte war mal wieder ’ne nette Abwechslung… auch wenn ich ein bissl die Schmetterlinge im Bauch vermisst hab 🙂 . Der anschließende späte und kurze Besuch in der Primitive Bar war dann leider nur noch ein Gratulationsabstecher. Else Edelstahl lud ein und wir genossen noch ein paar nette Gespräche an der Bar. Ein bissl hatte ich gehofft nach ca. 7 Std. Nightlife hier noch was für den Magen zu bekommen was sich heimlich am Korsett vorbeischleicht.. doch bis auf flüssignahrung war das leider ne Fehlanzeige. Für einen McD Besuch war es einfach schon zu spät und wir entschlossen einen Döner to take away irgendwo in Prenzlauer Berg. Ich glaub ich hab selten so einen netten Dönerverkäufer gesehen. Der konnte sich gar nicht entscheiden ob er nun lieber Tara oder mir den Döner versüßt hätte… allerdings war die Liebe dann wohl nicht so groß uns hinter den Tresen an den warmen Dönerspieß zu lassen – btw… kann mal jemand diese Arschkälte ausstellen !!!

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