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Shortbus – Deine Dämonen sind Deine Freunde

oder die Liebe ist ein seltsames Spiel – sie kommt und geht von einem zum andern.

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Was haben eine schizophrene Domina, eine Paartherapeutin ohne einen einzigen Höhepunkt, ein schwules Päarchen und the Big Apple gemeinsam. Sie alle leben, lieben und suchen in der großen Stadt ein kleines bißchen Geborgenheit. Doch haben sie dieses Glück gefunden dann stellen sie es wieder in Frage und wollen noch ein bisschen mehr. So ist es immer in unserem Leben… wir können uns einfach nicht damit zufrieden geben was wir haben, oder noch besser, was uns geschenkt wurde… neee… es ist niemals genug. Der Zweifel das es irgendwo noch besser sein könnte nagt an uns in jedem Augenblick, obwohl uns dieser eigentlich gänzlich zufrieden stellen sollte. James Cameron Mitchell, der Macher von Hedwig and the angry inch, hat es mal wieder geschafft mit ShortBus die Bedürfnisse und Gefühle so unterschiedlicher Persönlichkeiten auf den Betrachter zu projezieren wie selten ein anderer Film.


Die Liebe und Bedürfnisse eines Individuums sind so unglaublich einzigartig das es quasi an ein Wunder grenzt, wenn zwei Menschen dauerhaft „matchen“.  Der Film ist roh, ehrlich, offen, direkt, transsexuell, origiastisch, schwul, bunt, schräg… mir gehen grad die Adjektive aus… Er erzählt die Überschneidungen unterschiedlichster Menschen die einerseits schon immer auf der Suche waren, andererseits schon alles gefunden haben und all diese Menschen treibt ein Wunsch an. Das andere Ich zu finden… egal welcher Herkunft oder aber welchen Geschlechts. Trotz der vielfältigen sehr eindeutigen Liebesszenen schwingt die Ästhetik eines wahren Liebesfilms immer mit, ohne das er auch nur an einer Stelle vulgär wird. Shortbus zeigt einfach das wirkliche Beziehungsleben mit all seinen Facetten – ob man sie nun sehen will oder nicht.

Anfangs ist diese Offenheit etwas ungewohnt und zeigt etwas viel Fleisch… aber schon nach kurzer Zeit verstand ich den Anspruch hinter den bewegten und bewegenden Bildern. So und nur soooo ist die Liebe. Tragisch und friedvoll, verspielt und kantig, grausam und genial…. und eigentlich alles auf einmal. Wunderbare Bilder, sensationelle Musik und tolle Menschen werden im Film in Szene gesetzt. Sowohl als Akteure als auch in den vielen kleinen Szenen nebenher. Transidentische Menschen spielen in allen Facetten wieder eine wunderbare Rolle neben so wunderbar burlesquen Nebendarstellern wie The world famous BOB, Dirty Martini und Murray Hill. Doch die beeindruckendste Begegnung in dem Film ist Justin Bond… !! Wunder wunder wunderbar…. Ick wünsche mir zu meinem nächsten Geburtstag eine persönliche Begegnung… kann das mal jemand in die Wege leiten… !!

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